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Weltnachrichten

China schiebt im Streit mit USA Verlängerung von Journalisten-Visa hinaus

Chinese and U.S. flags flutter near The Bund, before U.S. trade delegation meet their Chinese counterparts for talks in Shanghai, China July 30, 2019. REUTERS/Aly Song

Peking (Reuters) - Im Streit mit den USA über Journalisten-Visa verlängert China vorerst nicht die auslaufenden Presseausweise mehrerer Reporter, die für diverse amerikanische Medien arbeiten.

“Wir würden sehr gerne unsere exzellente Zusammenarbeit mit den US-Journalisten hier fortsetzen, wenn chinesische Journalisten fair in den USA behandelt werden”, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking auf Twitter. In den USA warten nach Angaben von mit dem Vorgang vertrauten Personen derzeit mehrere chinesische Journalisten auf eine Erneuerung ihrer abgelaufenen Arbeitsvisa. Ihnen soll bislang lediglich eine Schonfrist von 90 Tagen bis Ende November eingeräumt worden sein, in der sie weiter in den USA bleiben dürfen.

Auch China schickte die von seinem Vorgehen betroffenen Journalisten nicht nach Hause. Die Verlängerungsanträge befänden sich in der Bearbeitung. Während dieser Zeit dürften die Journalisten “ohne irgendwelche Probleme” weiter in China leben und arbeiten, führte die Außenamtssprecherin aus. Betroffen sind mindestens ein britischer Mitarbeiter des “Wall Street Journal”, ein amerikanischer CNN-Reporter und zwei nicht-amerikanische Bloomberg-Journalisten, wie deren Arbeitgeber mitteilten. Sie hätten Briefe erhalten, die ihnen die Fortsetzung ihrer Arbeit in China für vorerst etwa zwei Monate erlaubten.

Der Club der Auslandskorrespondenten in China rief die Regierung in Peking auf, den Kreislauf gegenseitiger Repressalien zu stoppen. “Diese Zwangspraktiken haben akkreditierte ausländische Journalisten in China wieder einmal zu Bauernopfern in einem größeren diplomatischen Konflikt gemacht.” Die USA hatten im März beschlossen, dass statt 160 nur noch 100 Chinesen in den amerikanischen Niederlassungen großer staatlicher chinesischer Medien arbeiten dürfen. China wies daraufhin etwa ein Dutzend US-Journalisten aus, die für die “New York Times”, das “Wall Street Journal” und die “Washington Post” arbeiteten. Beide Länder liegen bei einer ganzen Reihe von Thema überkreuz, die von Handelsstreitigkeiten bis hin zu Vorwürfen der Spionage und gegenseitigem Versagen im Umgang mit der Corona-Krise reichen.

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