July 30, 2019 / 1:54 PM / 24 days ago

Trump warnt China im Handelsstreit vor Hinhaltetaktik - Börse verunsichert

U.S. President Donald Trump talks to reporters as he departs for travel to Williamsburg, Virginia from the South Lawn of the White House in Washington, U.S., July 30, 2019. REUTERS/Leah Millis

Washington (Reuters) - Zu Beginn einer neuen Verhandlungsrunde im Handelsstreit mit China hat US-Präsident Donald Trump die Volksrepublik mit Nachdruck vor einem Spiel auf Zeit gewarnt.

Bei seiner Wiederwahl im November nächsten Jahres müsste sich die Führung in Peking ansonsten darauf gefasst machen, dass ein Abkommen noch härter ausfallen würde, drohte Trump am Dienstag und fügte an: “Oder überhaupt kein Abkommen.” An der Börse sorgte dies für Verunsicherung. Der deutsche Aktienleitindex Dax weitete seine Verluste aus und gab zwischenzeitlich 2,4 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Tief nach.

Trumps in harschem Ton verfasster Tweet fällt in eine Zeit, in der China und die USA den Verhandlungsfaden bei Gesprächen in Shanghai gerade erst wieder aufgenommen haben. Trump hatte bereits am Freitag gesagt, es würde ihn nicht wundern, wenn die Regierung in Peking die US-Präsidentenwahl 2020 abwarten wolle. China könnte die Hoffnung haben, dass er die Wahl verlieren werde und sie dann statt mit ihm “mit einem weiteren Trottel” verhandeln könnten.

US-Finanzminister Steven Mnuchin und der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sind nach China gereist, um Wege ausloten, wie die zuletzt festgefahrenen Verhandlungen wieder vorankommen können. Die Gespräche in Shanghai sind auf zwei Tage angesetzt. Mnuchin zufolge sind noch viele Fragen offen. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte jüngst Erwartungen an einen Durchbruch gedämpft. Die US-Regierung setze darauf, dass China mit dem Kauf von US-Agrarprodukten seinen guten Willen demonstriere.

Die beiden größten Wirtschaftsmächte haben sich gegenseitig mit milliardenschweren Sonderzöllen überzogen, was die Weltwirtschaft bremst. Trump wirft der Volksrepublik Dumpingpreise, Technologieklau und andere unfaire Handelspraktiken vor, was China bestreitet. Die Regierung in Peking kritisiert zudem geschäftliche Beschränkungen für chinesische Konzerne in den USA wie für den Netzwerkausrüster Huawei, gegen den die Regierung in Washington Sicherheitsbedenken vorbringt. Zuletzt gab es eine Ruhepause in dem Konflikt.

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