July 1, 2020 / 5:22 AM / 14 days ago

Mnuchin will milliardenschwere Corona-Hilfen für Hotels und Gastronomie

A receptionist stands behind a plastic window as MGM National Harbor hotel and casino opens its doors to guests after an easing of restrictions imposed to control the spread of the coronavirus disease (COVID-19) in Oxon Hill, Maryland, U.S., June 29, 2020. REUTERS/Kevin Lamarque

Washington (Reuters) - US-Finanzminister Steven Mnuchin will zusammen mit dem Kongress Milliardenhilfen für besonders hart von der Coronavirus-Krise getroffene Branchen bereitstellen.

Mnuchin sagte am Dienstag bei einer Parlamentsanhörung, dabei habe er vor allem Restaurants, Hotels und andere von Kontaktbeschränkungen betroffenen Betriebe im Blick. Im Senat zeichne sich über Parteigrenzen hinweg die Absicht ab, auslaufende Mittel aus dem sogenannten Paycheck Protection Program (PPP) in Höhe von bis zu 140 Milliarden Dollar zu diesem Zweck umzuwidmen. Er hoffe, dass durch eine Zusammenarbeit mit dem Senat und dem Repräsentantenhaus die Gesetzgebung bis Ende Juli verabschiedet werden könne.

Das PPP hatte ursprünglich ein Volumen von 660 Milliarden Dollar und wurde anfangs stark nachgefragt. Es soll kleinere und mittlere Firmen in der Krise unterstützen, so dass die Unternehmen ihr Personal halten können.

Bei der Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses erklärte Fed-Chef Jerome Powell, die Zukunft der US-Wirtschaft sei äußerst schwer absehbar. Entscheidend sei auch, wie nachhaltig die Regierung die Wirtschaft unterstütze. Der US-Kongress hat bereits fast drei Billionen Dollar an Hilfen genehmigt. Die Fed selbst hat angekündigt, die Konjunktur mit sämtlichen ihr zur Verfügung stehenden Mittel zu stützen.

Manche Kritiker werfen ihr jedoch vor, die Interessen der Wall Street stärker im Auge zu haben als die kleinerer Unternehmen. So hat sie bekanntgegeben, im Rahmen ihres Notfallprogramms zur Ankurbelung der Konjunktur in der Corona-Krise jüngst Firmenanleihen im Volumen von 428 Millionen Dollar erworben zu haben. Darunter sind auch Bonds von großen Öl- und Tabakkonzernen.

Zugleich hat das als “Main Street Lending Facility” bekannte Fed-Programm zur Stützung der Kreditvergabe an Firmen mit bis zu 15.000 Mitarbeitern noch Anlaufschwierigkeiten. Laut Powell haben sich aber bereits rund 300 Banken für das Programm registriert. Der Fed-Chef sagte, man werde sich nach Möglichkeiten umsehen, wie es verbessert werden könne. Er hoffe, dass es sich in den kommenden Monaten zu einer “wertvollen Ressource” entwickeln werde.

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