March 2, 2020 / 7:21 AM / a month ago

Noch sieben Demokraten im Rennen am Super Tuesday

Washington (Reuters) - In den USA erreichen die Vorwahlen der Demokraten einen ersten Höhepunkt.

Volunteers for Democratic 2020 U.S. presidential candidate Senator Bernie Sanders hold flags inside the Los Angeles Convention Center before a campaign rally in Los Angeles, California, U.S., March 1, 2020. REUTERS/Kyle Grillot

Am Dienstag finden in 14 US-Bundesstaaten Abstimmungen statt, mit deren Hilfe der Kandidat oder die Kandidatin für die Präsidentenwahl am 3. November bestimmt werden soll. Am Super Tuesday wird unter anderem in den größeren Staaten wie Kalifornien, Florida und Texas gewählt. Der Tag könnte eine Vorentscheidung bringen. Von den ursprünglich mehr als 20 Demokraten sind noch sieben im Rennen:

BERNIE SANDERS

Der 78-jährige Senator von Vermont bewirbt sich zum zweiten Mal um den Posten des demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Wie 2016 tritt er als selbst erklärter demokratischer Sozialist an. Vor vier Jahren war Sanders in den Vorwahlen knapp Hillary Clinton unterlegen. Auch in diesem Jahr gehört Sanders, der für ein allgemeines staatliches Gesundheitssystem eintritt, zu den erfolgreichsten Kandidaten. Die Vorwahlen in New Hampshire und Nevada entschied er für sich, in Iowa und South Carolina lag er an zweiter Stelle.

JOE BIDEN

Der heute 77-Jährige war Vize-Präsident unter Barack Obama, dem Vorgänger des erneut antretenden US-Präsidenten Donald Trump. Biden wirbt mit seinen mehr als 40 Jahren Erfahrung in Wahlämtern und führte monatelang klar das Bewerberfeld an. Dass Trump offenbar versucht hat, die Ukraine zu Ermittlungen gegen Biden und seinen Sohn zu bewegen, wendet der Demokrat zu seinen Gunsten und argumentiert nun, er sei die größte Gefahr für den Republikaner. Biden hofft auf Unterstützung der Afro-Amerikaner, der Wähler mit lateinamerikanischen Wurzeln und der weißen Arbeiterschicht. Nach schwachem Abschneiden bei den ersten drei Vorwahlen ging Biden in South Carolina als Sieger hervor.

ELIZABETH WARREN

Die 70-Jährige ist Senatorin des Bundesstaates Massachusetts und die größte Konkurrentin Bidens. Warren ist eine scharfe Kritikerin der Wall Street, sie hat sich den Kampf gegen die Korruption auf die Fahne geschrieben und fordert einen “großen strukturellen Wandel” im Land. Einige Demokraten werfen ihr vor, sie stehe nicht voll und ganz hinter dem Konzept einer Gesundheitsversorgung für alle. Andere halten ihre Politik, die eine Steuer für Superreiche vorsieht, für zu extrem. Dennoch wirbt Warren für sich, ihr werde es am ehesten gelingen, den gemäßigten und den linken Flügel der Demokraten zu einen.

PETE BUTTIGIEG

Der frühere Bürgermeister von South Bend im Bundesstaat Indiana hat sich dem Kandidatenfeld als ein weitgehend Unbekannter angeschlossen. Doch er zeigt Durchhaltevermögen und entschied die erste Vorwahl in Iowa knapp für sich. Buttigieg präsentiert sich als der Kandidat der jungen Bevölkerung. Doch ausgerechnet die jungen Wähler halten den 38-jährigen Marineveteran aus dem Mittleren Westen für zu wenig linksliberal. Sollte er bei den Demokraten das Rennen machen, wäre er der erste offen homosexuelle Präsidentschaftsbewerber in der US-Geschichte.

MICHAEL BLOOMBERG

Der frühere Bürgermeister von New York und Medienmogul hat erst Ende November seine Kandidatur bekanntgegeben. Der 77-Jährige geht einen ungewöhnlichen Weg, er ließ die ersten Vorwahlen aus und steigt erst beim Super Tuesday ein. Die Zeitschrift “Forbes” führt Bloomberg als den achtreichsten US-Bürger, sein Vermögen wird auf 53,4 Milliarden Dollar geschätzt. Er hat bereits zig Millionen Dollar seines Vermögens in den Wahlkampf gesteckt. Er tritt für den Kampf gegen den Klimawandel und schärfere Waffengesetze ein.

AMY KLOBUCHAR

Die Senatorin aus Minnesota zeigt sich als pragmatische Alternative zu Sanders und Warren. Die 59-Jährige konzentrierte sich zunächst darauf, den Nachbarstaat Iowa zu gewinnen. Sie wurde dort fünfte. In New Hampshire kam sie auf den dritten Rang.

TULSI GABBARD

Die Kongressabgeordnete aus Hawaii, die selbst am Irak-Krieg als Soldatin teilgenommen hat, hat mit ihrem Einsatz gegen den Krieg Unterstützer der Linken und der Rechten gewonnen. Die 38-Jährige stammt von Amerikanisch-Samoa und ist die erste Hindu, die Mitglied des US-Repräsentantenhauses wurde.

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