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Wirtschaftsnachrichten

US-Handelskammer - Nur unter Biden Freihandelsabkommen mit EU möglich

Democratic U.S. presidential nominee and former Vice President Joe Biden departs a service at St. Joseph?s on the Brandywine Roman Catholic Church in Greenville, Delaware, U.S., September 13, 2020. REUTERS/Mark Makela

Berlin (Reuters) - Die meisten Mitglieder der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) sehen nur im Falle eines Sieges von Joe Biden bei der US-Präsidentenwahl im November die Chance auf ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA.

Nach dem Willen von 63,1 Prozent der befragten Firmen soll ein transatlantisches Abkommen in Angriff genommen werden, wie aus einer am Montag veröffentlichten AmCham-Umfrage hervorgeht. 76 Prozent erwarten, dass sich die Aussichten auf eine Einigung nur unter Biden verbessern werden. Für den Fall einer Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump gehen 81 Prozent davon aus, dass sich die Chancen verschlechtern werden. “Es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung, offenen und fairen Handel auf beiden Seiten des Atlantiks zu fördern und zu stärken”, erklärte der Präsident von AmCham Germany, Frank Sportolari.

Ein transatlantisches Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA erwartet der deutsche Außenhandelsverband BGA hingegen nicht mehr. “Die Amerikaner haben kein echtes Interesse an einem Durchbruch, unter Trump sowieso nicht”, sagte dessen designierter Präsident Anton Börner, dessen Verband die Interessen von 150.000 Unternehmen vertritt. “Der Protektionismus wird unter einem Präsidenten Biden nicht weniger sein als unter Donald Trump”, sagte Börner kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters. “Auch die Demokraten sind keine großen Freunde eines liberalen Welthandels.” Die USA sind seit Jahren wichtigster Abnehmer von Waren “Made in Germany”. 2019 setzten die deutschen Exporteure dort fast 199 Milliarden Euro um.

Die Kluft zwischen Republikanern und Demokraten wird sich nach Einschätzung der AmCham-Mitglieder eher noch vergrößern. 76 Prozent rechnen damit. Rund 54 Prozent gehen davon aus, der Kongress werde keine großen Gesetzesvorhaben in den nächsten vier Jahren verabschieden. “Unabhängig davon, wer die Wahl im November gewinnt, ist es essenziell für die Arbeit des Kongresses und des nächsten Präsidenten miteinander zu kooperieren”, sagte Sportolari.

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