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Wirtschaftsnachrichten

Erholung im US-Einzelhandel verliert an Schwung

The Manhattan skyline is seen during sunset from the Brooklyn borough of New York City, during the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19), U.S., April 20, 2020. REUTERS/Brendan McDermid

Washington (Reuters) - Die Erholung der US-Einzelhändler von den Pandemie-bedingten Umsatzeinbrüchen hat sich mit Beginn der zweiten Jahreshälfte spürbar verlangsamt.

Sie nahmen im Juli 1,2 Prozent mehr ein als im Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,9 Prozent gerechnet. Im Juni hatte es noch ein Wachstum von 8,4 Prozent gegeben. Der private Konsum - zu dem der Einzelhandel beiträgt - macht mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus.

Ob die Kauflaune der Amerikaner wieder in Schwung kommt, hängt nicht zuletzt von der Erholung des Arbeitsmarktes ab. Von den 22 Millionen Jobs, die zwischen Februar und April verloren gegangen sind, wurden bislang nur 9,3 Millionen zurückgewonnen. Zudem lief Ende Juli für Millionen Amerikaner die wöchentliche Arbeitslosenunterstützung in Höhe von 600 Dollar aus. Präsident Donald Trump hat zwar eine Verlängerung angeordnet, doch soll die wöchentliche Auszahlung auf 400 Dollar reduziert werden. Davon müssen die Bundesstaaten 100 Dollar übernehmen, doch stehen sie wegen der enormen Krisenkosten unter einem immensen finanziellen Druck. Die restlichen 300 Dollar werden aus einem Nothilfeprogramm für Katastrophenfälle finanziert, das Ökonomen zufolge schon im September erschöpft sein könnte.

Die USA sind das am schwersten von Corona betroffene Land: Bislang wurden der Johns Hopkins University zufolge mehr als 5,2 Millionen Infektionen festgestellt, während die Zahl der Todesopfer auf mehr als 167.000 stieg. Darunter leidet auch die Wirtschaft: Das Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal wegen der Beschränkungen infolge der Corona-Krise um 9,5 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr eingebrochen.

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