April 27, 2018 / 4:31 AM / 3 months ago

Röttgen - EU sollte im Handelsstreit mit USA bei ihrer Linie bleiben

Berlin (Reuters) - Kurz vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump hat der CDU-Politiker Norbert Röttgen zu Standhaftigkeit im Handelsstreit aufgerufen.

German Chancellor Angela Merkel walks back to her hotel after going out for a walk and dinner shortly after arriving in Washington, U.S., April 26, 2018. REUTERS/Brian Snyder

“In jedem Fall sollten die Europäer bei ihrer Linie bleiben”, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der “Passauer Neuen Presse” (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. “Das bedeutet vor allem auch, einen neuen Vorstoß zu unternehmen, mit den USA ein neues und umfassendes Handelsabkommen abzuschließen”, ergänzte Röttgen.

Merkel will in Washington unter anderem über die US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte sprechen, von denen die EU noch bis zum 1. Mai befreit ist. Die Kanzlerin will eine dauerhafte Ausnahme erreichen. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow forderte von den Europäern im Gegenzug Zugeständnisse, etwa bei Autozöllen. In deutschen Regierungskreisen wurde die Erwartung geäußert, dass es derzeit nicht nach einer Verlängerung der Ausnahmeregelung aussehe.

Der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Holger Bingmann, warnte die EU vor Vergeltungsmaßnahmen. “Damit werden nicht nur weitere, bis dato unbeteiligte Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen, es besteht sogar die Gefahr, dass die EU-Gegenmaßnahmen vor der WTO scheitern und damit den Europäern der Schwarze Peter untergeschoben würde”, sagte Bingmann der Zeitung “Rheinische Post”. “Wir plädieren daher dafür, nicht nur über Stahl und Autos zu reden, sondern gleich neue Verhandlungen über den Abbau aller Handelshemmnisse anzustoßen.”

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) rief Merkel dazu auf, eine Eskalation des Zollstreits zu verhindern. “Es wäre gut, den Konflikt auf dem Verhandlungsweg zu entschärfen, denn bei einem Handelskonflikt gibt es keine Gewinner”, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell dem Wirtschaftsnachrichtenportal “Business Insider”.

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