October 30, 2008 / 3:24 PM / 11 years ago

FOKUS 1-Ölkonzerne machen trotz Finanzkrise Milliardengewinne

Houston, 30. Okt (Reuters) - Trotz Finanzkrise verbuchen die Ölkonzerne Rekordergebnisse in Milliardenhöhe. Hohe Ölpreise ließen bei Exxon Mobil(XOM.N) und Royal Dutch Shell(RDSa.L) die Gewinne sprudeln. Bei Exxon stieg der Gewinn im dritten Quartal um 58 Prozent auf 14,83 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn pro Aktie betrug 2,86 Dollar und ohne Sonderposten 2,59 Dollar. Damit übertraf der weltweit größte börsennotierte Konzern die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 2,38 Dollar pro Aktie gerechnet hatten. Hohe Preise hätten Ausfälle wettgemacht, die Exxon Mobil durch Hurrikan-Schäden am Golf von Mexiko entstanden seien.

Der britisch-niederländische Ölmulti Royal Dutch Shell verdiente im abgelaufenen Quartal knapp elf Milliarden Dollar. Vor einem Jahr stand ein Gewinn von 6,4 Milliarden Dollar in den Büchern, wie der Konzern mitteilte. Zu dem Anstieg von rund 70 Prozent hätten sowohl die höheren Ölpreise als auch der Verkauf von Geschäftsteilen beigetragen - etwa die Trennung von einem Gasnetz in Deutschland.

Shell zeigte sich überzeugt, sich auch bei weiter sinkenden Energiepreisen gut zu schlagen. Gleichzeitig räumte der Konzern jedoch ein, die Verschlechterung der Wirtschaftslage genau im Blick zu haben. Abgesehen von staatlich kontrollierten Firmen ist Shell gemessen an seinem Marktwert hinter Exxon der zweitgrößte Ölkonzern der Welt.

Der britische Ölmulti BP(BP.L) hatte bereits am Dienstag mitgeteilt, im vergangenen Vierteljahr trotz des Rückgangs bei den Ölpreisen erstmals zehn Milliarden Dollar verdient zu haben - rund 150 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ein Barrel kostete im dritten Geschäftsquartal im Schnitt noch 115 Dollar. Der Ölpreis hatte im Juli ein Rekordhoch von mehr als 147 Dollar je Barrel erreicht. Seitdem ist er aber wegen der Sorge vor einer kräftigen Abschwächung der Weltwirtschaft deutlich auf derzeit rund 65 Dollar gesunken.

Die Exxon-Aktie gab trotz des guten Zahlenwerks an der New Yorker Börse mehr als zwei Prozent auf 72,82 Dollar nach. Die Shell-Aktie fiel in London um 4,5 Prozent.

Reporter: Tom Bergin; bearbeitet von Birgit Mittwollen; redigiert von Kerstin Dörr

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