October 23, 2019 / 4:43 PM / in a month

Facebook-Gründer Zuckerberg wirbt vor US-Abgeordneten für Libra

Facebook Chairman and CEO Mark Zuckerberg testifies in front of a projection of a "Zuck Buck" at a House Financial Services Committee hearing examining the company's plan to launch a digital currency on Capitol Hill in Washington, U.S., October 23, 2019. REUTERS/Erin Scott

Washington (Reuters) - Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat vor US-Abgeordneten versucht, Bedenken zu den Plänen für die weltweite Digitalwährung Libra auszuräumen.

Facebook werde erst dann den Startschuss für das Digitalgeld geben, wenn alle regulatorischen Bedenken in den USA ausgeräumt seien, sagte Zuckerberg am Mittwoch in Washington im Ausschuss für Finanzdienstleistungen des US-Repräsentantenhauses. Der Firmenchef räumte Fehler des Unternehmens ein. Diese sollten aber Libra nicht im Weg stehen, sagte er. Experten trauen dem Konzern mit seinen weltweit 2,4 Milliarden Nutzern zu, mit der Cyberdevise das globale Finanzsystem auf den Kopf stellen zu können. Denn mit Libra dürften Geldtransfers zwischen Personen und zwischen Ländern viel schneller und günstiger werden.

“Ich verstehe, dass ich dafür momentan nicht der ideale Bote bin”, sagte Zuckerberg den Abgeordneten. Facebook sei in den vergangenen Jahren mit einer Menge Themen konfrontiert gewesen. Er sei sich sicher, dass es viele Leute gebe, sie sich wünschten andere und nicht Facebook würden dies unterstützen. Das Unternehmen würde das Libra-Konsortium jedoch verlassen, falls dieses entscheiden sollte, Libra ohne US-Genehmigung zu etablieren, sagte er.

Anders als die Cyberwährung Bitcoin soll sich das Facebook-Geld an einem Korb von Währungen orientieren und damit weniger schwankungsanfällig sein. Das Projekt war in vielen Ländern auf großes Misstrauen gestoßen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte jüngst auf der IWF-Tagung in Washington seine skeptische Haltung bekräftigt. Private Firmen sollten keine Währungen ausgeben, die dann in Konkurrenz zum Euro oder Dollar stünden. Es gebe aber Reformbedarf. So müssten grenzüberschreitende Zahlungen schneller und günstiger werden. Die sieben größten Industriestaaten (G7) betonten zuletzt, Libra könne die Geldpolitik und die Finanzstabilität gefährden.

Facebook hatte bei seinem Projekt zuletzt Rückschläge hinnehmen müssen. So kehrten das Online-Auktionshaus Ebay, der Online-Bezahldienst Stripe sowie die beiden Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa der für den Aufbau von Libra gegründeten Libra Association den Rücken. Zuvor war bereits Paypal ausgestiegen.

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