January 10, 2018 / 5:33 PM / 3 months ago

Studie der Minneapolis-Fed - Größte US-Banken weiter systemrelevant

Washington (Reuters) - Der US-Notenbank-Ableger von Minneapolis fordert die Behörden auf, die Kapitalvorgaben für die größten amerikanischen Banken zu verschärfen.

FILE PHOTO: A security guard walks in front of an image of the Federal Reserve in Washington, DC, U.S., March 16, 2016. REUTERS/Kevin Lamarque/File Photo

Trotz etlicher Reformen nach der Finanzkrise 2008 seien diese Geldhäuser immer noch systemrelevant, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Fed-Experten. Einige Finanzinstitute seien weiterhin so groß und so vernetzt, dass sie im Fall eines Zusammenbruchs das gesamte Finanzsystem gefährden könnten (“too big to fail”). Es bestehe immer noch ein Risiko von 67 Prozent, dass die Steuerzahler in den nächsten 100 Jahren für eine Rettung der Kreditinstitute aufkommen müssten. Aus diesem Grund sollten die Kapitalanforderungen für Geldhäuser mit einer Bilanzsumme von mehr als 250 Milliarden Dollar “deutlich” erhöht werden.

Die Fed von Minneapolis ist nicht für die Regulierung im Finanzsektor zuständig. Sie kann nur Empfehlungen aussprechen. Es scheint aber unwahrscheinlich, dass diese umgesetzt werden, da Präsident Donald Trump eine Abkehr von den strengeren Regulierungen anstrebt, die 2010 als Dodd-Frank-Gesetz wegen der Finanzkrise erlassen worden waren. Zudem hatte der designierte Fed-Chef Jerome Powell im US-Kongress im November die Ansicht geäußert, dass es keine amerikanischen Banken mehr gebe, die systemrelevant seien.

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