6. September 2017 / 05:15 / in 2 Monaten

Fed-Direktorin mahnt bei Zinserhöhungen zur Vorsicht

New York (Reuters) - Die einflussreiche US-Notenbankdirektorin Lael Brainard hat zur Zurückhaltung bei weiteren Zinserhöhungen gemahnt.

Federal Reserve Board Governor Lael Brainard speaks at the John F. Kennedy School of Government at Harvard University in Cambridge, Massachusetts, U.S., March 1, 2017. REUTERS/Brian Snyder - RC1A30CD0980

“Wir sollten beim Straffen der Geldpolitik Vorsicht walten lassen, bis wir zuversichtlich sein können, dass die Inflation sich auf unser Ziel zubewegt”, sagte die Währungshüterin am Dienstag in New York. Die Notenbank Federal Reserve strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an und verfehlt dieses Ziel nunmehr bereits seit fünf Jahren. Laut Brainard sollte die Fed angesichts dieser Entwicklung signalisieren, dass sie für die Zukunft auch ein Übersteigen der angestrebten Inflationsmarke für “eine Zeit lang” durchaus tolerieren könne.

Die Fed blickt bei der Inflation besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Ausgaben der Verbraucher, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten außen vor bleiben. Diese Kennziffer lag im Juli bei lediglich 1,4 Prozent - der niedrigste Wert seit Ende 2015. Da mittlerweile Vollbeschäftigung herrscht und die US-Wirtschaft rund läuft, hat die Fed die Zinsen dieses Jahr bereits zwei Mal angehoben - zuletzt im Juni auf das bis jetzt gültige Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent. Die Währungshüter haben einen weiteren Schritt in diesem Jahr ins Auge gefasst, mit dem viele Investoren jedoch wegen der niedrigen Inflation nicht mehr rechnen. Händler taxieren die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im Dezember 2017 auf nur 43 Prozent.

Der Chef des Fed-Bezirks Minneapolis, Neel Kashkari, sagte, dass die jüngsten Zinserhöhungen die Inflation sowie das Lohn- und Jobwachstum möglicherweise verlangsamten. “Vielleicht fügen die Zinsanhebungen der Wirtschaft in der Tat richtigen Schaden zu”, warnte er. Die Fed habe es womöglich zugelassen, dass die Inflationserwartungen gesunken seien. Kashkari hatte im Juni gegen die Zinserhöhung gestimmt.

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