October 17, 2019 / 6:00 AM / a month ago

US-Wirtschaft laut Fed auf Wachstumskurs - aber Handelskonflikte belasten

The conference table of the Federal Reserve Board of Governor is seen empty at Federal Reserve Board headquarters before new Chairwoman Janet Yellen took the oath of office in the conference room at the Federal Reserve Board in Washington, February 3, 2014. REUTERS/Jim Bourg (UNITED STATES - Tags: BUSINESS POLITICS)

Washington (Reuters) - Die amerikanische Wirtschaft hat laut der US-Notenbank Fed ihren Wachstumskurs im September und Anfang Oktober mit geringem bis mäßigem Tempo fortgesetzt.

Viele Firmen seien aber für die kommenden Monate pessimistisch, teilten die Währungshüter am Mittwochabend in ihrem Konjunkturbericht “Beige Book” mit. Damit mehren sich die Zeichen, dass die US-Handelskonflikte die Wirtschaftsaussichten weiter eintrüben. Die von der Fed befragten Kontakte rechneten überwiegend mit einem anhaltenden Aufschwung, hieß es im Bericht. “Allerdings senkten viele ihre Ausblicke für das Wachstum in den kommenden sechs bis zwölf Monaten.” Die Fed war zuletzt auf einen zunehmend lockereren Kurs umgeschwenkt, da die weltgrößte Volkswirtschaft im Sog der Zollkonflikte bereits deutlich an Schwung eingebüßt hat.

Investoren achten momentan besonders auf die Aussagen der Fed zur Konjunktur. Denn am 29. und 30. Oktober findet die nächste Zinssitzung der Notenbank statt. An den Börsen wird damit gerechnet, dass sie dann ihre Leitzinsen erneut um einen Viertel Prozentpunkt senken wird. Aktuell liegt der Schlüsselsatz in einer Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent. Die jüngsten Konjunkturdaten waren eher negativ ausgefallen. So haben die US-Einzelhändler im September überraschend einen Umsatzrückgang verzeichnet. Das hatte Befürchtungen ausgelöst, dass die momentane Schwächephase nicht nur die Industrie sondern auch weitere Teile der Volkswirtschaft betreffen könnte. Der Konsum macht gut zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus.

Fed-Chef Jerome Powell hatte in der vergangenen Woche die Bereitschaft zu einem weiteren Schritt nach unten signalisiert. Die Zentralbank werde “angemessen handeln”, um das Wachstum zu stützen, sagt er. Mit ähnlichen Formulierungen hatte er die Finanzmärkte bereits auf die beiden Zinssenkungen in diesem Jahr eingestimmt. Zugleich sagte er, die Fed entscheide nach Datenlage von Sitzung zu Sitzung.

Aus Sicht des Präsidenten des Fed-Ablegers von Chicago, Charles Evans, ist die Fed nach zwei Zinssenkungen wahrscheinlich aktuell in einer guten Lage. Es bestehe aber das Risiko, dass die US-Wirtschaft mit all den Unsicherheiten schwer zurechtkomme oder unerwartete Schocks eintreten. Es gebe daher ein Argument dafür, jetzt die Geldpolitik jetzt mehr zu lockern um einen weiteren Puffer bereitzustellen, sagte er am Mittwoch in Peoria im US-Bundesstaat Illinois. Evans hatte die beiden vorangegangenen Zinssenkungen unterstützt.

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