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Weltnachrichten

Senator - Fed-Kandidatin Shelton fehlt Unterstützung für Bestätigung

A security guard walks in front of an image of the Federal Reserve following the two-day Federal Open Market Committee (FOMC) policy meeting in Washington, DC, U.S. on March 16, 2016. REUTERS/Kevin Lamarque/File Photo

New York (Reuters) - Gegen eine Nominierung der umstrittenen Kandidatin für einen Direktorenposten bei der US-Notenbank Fed, Judy Shelton, regt sich offenbar weiterer Widerstand.

Shelton habe derzeit nicht die Unterstützung des Senats, um bestätigt zu werden, sagte der Republikaner John Thune am Dienstag zu Journalisten. Man arbeite aber daran. Ende August hatte bereits eine Gruppe von ehemaligen Fed-Mitarbeitern ein Schreiben an die Senatoren mit der Bitte geschickt, Sheltons Ernennung abzulehnen. Zu der 38-köpfigen Gruppe gehören ehemalige Ökonomen, Anwälte und Notenbankpräsidenten. Sie stellen Sheltons Eignung für einen Posten bei der Fed infrage.

Shelton hatte im Juli die erste Hürde im parlamentarischen Verfahren genommen. Der Bankenausschuss des Senats ebnete damals mit 13 zu zwölf Stimmen den Weg für die Nominierung der Ökonomin. Der mehrheitlich mit Republikanern besetzte Ausschuss prüfte ihre Qualifikation für den Job, bevor der gesamte Senat abschließend über die Personalie abstimmt. Die frühere Wahlkampfunterstützerin von Präsident Donald Trump hat sich in der Vergangenheit für eine Rückkehr zum Goldstandard ausgesprochen, den die USA 1971 aufgegeben hatten.

Trump hat die Fed als Präsident immer wieder hart kritisiert, da sie seiner Ansicht nach die Zinsen nicht rasch und umfangreich genug senkte. Shelton sieht ihrerseits die Rolle der Fed mit Blick auf die Finanzmärkte kritisch. Sollte Shelton letztlich in die Fed-Führungsetage einziehen, wäre sie eine von 19 Währungshütern. Kritiker des Präsidenten befürchten jedoch, dass er die einstige Wahlkampfunterstützerin im Falle seiner Wiederwahl im November für die Nachfolge des derzeitigen Fed-Chefs Jerome Powell auswählen könnte. Die Amtszeit von Powell, den Trump mehrfach verbal hart attackiert hatte, läuft 2022 ab.

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