December 22, 2017 / 10:59 AM / 9 months ago

Ex-Bush-Berater als Fed-Vizechef gehandelt

Washington (Reuters) - Für den seit Oktober vakanten Posten des Fed-Vizechefs ist ein früherer Top-Berater von Ex-Präsident George W. Bush im Gespräch.

U.S. outgoing Federal Reserve Chair Janet Yellen departs at the end of a news conference, her last planned public remarks as Fed Chair, after a two-day Federal Open Market Committee (FOMC) meeting in Washington, U.S. December 13, 2017. REUTERS/Jonathan Ernst

Der einstige Chef des Nationalen Wirtschaftsrats, Larry Lindsey, werde als Kandidat für das Amt in Erwägung gezogen, meldete der US-Sender CNBC am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Lindsey, der derzeit als Wirtschaftsberater tätig ist, habe Interesse an dem Posten. Das Weiße Haus sei seinerseits auf der Suche nach einem geldpolitischen Schwergewicht, berichtete der Sender. Der Ökonom und frühere Harvard-Dozent würde demnach diese Kriterien erfüllen. Er saß von 1991 bis 1997 als Fed-Direktor im Führungsgremium der Notenbank.

Wie der designierte Chef der Notenbank, Jerome Powell, ist Lindsey Republikaner. Er dürfte somit in dem von der Partei Trumps dominierten Senat in einem Bestätigungsverfahren gute Karten haben. Der 63-Jährige verfügt auch über langjährige politische Erfahrung: Er war bereits im Regierungsapparat der früheren republikanischen Präsidenten George Bush und Ronald Reagan tätig. Er hat den von der Fed und anderen Notenbanken nach der Weltfinanzkrise zur Konjunkturförderung betriebenen massiven Ankauf von Wertpapieren kritisiert und von einem “Freudenfeuer der Liquidität” gesprochen, das gemischte Ergebnisse gebracht habe.

Der Vize-Chefposten der Fed ist einer von zwei vakanten Sitzen im Fed-Direktorium, für die Trump bislang noch keine Kandidaten benannt hat. Stanley Fischer, der Stellvertreter der scheidenden Fed-Chefin Janet Yellen, hatte im Oktober seinen Hut genommen. Mit der Neubesetzung der Spitzenposten hat es Trump in der Hand, das Personalprofil in der Top-Etage der Notenbank auf Jahre hinaus zu prägen. Mit dem Abgang von Yellen Anfang Februar 2018 wird eine weitere Lücke im nominell siebenköpfigen Direktorium gerissen, die Trump mit einer Nominierung füllen kann. Zuletzt hatte er bereits den Wirtschaftsprofessor Marvin Goodfriend für eine der derzeit drei Vakanzen benannt. Auch er gilt als Kritiker der großen Geldflut.

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