October 30, 2019 / 2:24 PM / 16 days ago

Siemens-Rivale GE schreibt im Umbau weiter rote Zahlen

The logo of General Electric Co. is pictured at the Global Operations Center in San Pedro Garza Garcia, neighbouring Monterrey, Mexico, on May 12, 2017. REUTERS/Daniel Becerril

New York (Reuters) - Der US-Industriekonzern General Electric (GE) schreibt während seines großangelegten Sanierungsprozesses weiterhin rote Zahlen.

Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Verlust von 1,3 Millionen Dollar im fortgeführten Geschäft zu Buche, wie der einstige Erzrivale von Siemens am Mittwoch mitteilte. Vor einem Jahr hatten 22 Milliarden Dollar an Abschreibungen GE einen Verlust von 23 Milliarden eingebrockt. Vorstandschef Larry Culp sah trotzdem Fortschritte beim Umbau: “Wir sind ermutigt von unserem starken Auftragsbestand, dem organischen Wachstum (und) der Margenausweitung inmitten globaler Unsicherheit über die makroökonomische Entwicklung.”

Dabei sind in dem Quartalsverlust Abschreibungen von 8,7 Milliarden Dollar auf die Beteiligung am Öl- und Gas-Ausrüster Baker Hughes gar nicht enthalten, weil GE seinen Anteil auf weniger als 50 Prozent reduziert hat und die Tochter damit nicht mehr voll bilanzieren muss. Der Verkauf von Anteilen an Baker Hughes und dem Bremsenhersteller Wabtec spülte insgesamt 4,6 Milliarden Dollar in die Kassen. “Wir haben noch mehr zu tun, und wir werden weiter Maßnahmen ergreifen, um unsere finanzielle Lage zu verbessern und unser Geschäft zu stärken”, sagte Culp mit Blick auf die nächsten Jahre. Allein 2019 will sich GE von Beteiligungen trennen, die zehn Milliarden Dollar schwer sind.

Doch derzeit bleibt das Geschäft schwierig. Der Umsatz stagnierte im dritten Quartal bei knapp 23,4 Milliarden Dollar. Die Auftragseingänge in der Energie-Sparte brachen um 30 Prozent ein, von der neuesten Generation von Kraftwerksturbinen hat GE in den vergangenen sechs Monaten keine einzige ausgeliefert. In der Flugzeug-Triebwerkssparte kamen 27 Prozent weniger Aufträge herein. Wegen des anhaltenden Produktionsstopps der Boeing 737 MAX, für die GE zusammen mit der französischen Safran die Motoren liefert, fehlen dem Konzern allein im dritten Quartal 300 Millionen Dollar in der Kasse, im vierten Quartal dürften es noch einmal 400 Millionen Dollar werden. Culp sagte, er rechne nicht damit, dass die 737 MAX in diesem Jahr wieder fliegen werde. Auf die Wasserkraft-Sparte schrieb GE 740 Millionen Dollar ab.

Trotzdem stieg die GE-Aktie um zehn Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis habe die Erwartungen übertroffen, sagten Analysten. Vor allem höhere Preise für Flugzeugteile und das Medizintechnik-Geschäft trugen dazu bei. Zudem erwartet GE für dieses Jahr keinen Mittelabfluss aus dem Industriegeschäft mehr, möglicherweise sogar bis zu zwei Milliarden Dollar Zufluss. “Das scheint plausibel, aber robust ist es nicht”, sagte Analyst John Inch von Gordon Haskett. Auf diese Kennzahl achten Experten vor allem bei angeschlagenen Unternehmen.

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