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Weltnachrichten

Briten - Russische Spione stecken nahezu sicher hinter Anschlag auf Nawalny

FILE PHOTO: Russian opposition leader Alexei Navalny delivers a speech during a rally to demand the release of jailed protesters, who were detained during opposition demonstrations for fair elections, in Moscow, Russia September 29, 2019./File Photo

Washington (Reuters) - Russische Spione stecken nach Auffassung der britischen Regierung nahezu sicher hinter der Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny.

“Aus Sicht Großbritanniens ist es sehr schwierig, eine plausible alternative Erklärung dafür zu finden, dass das von den russischen Geheimdiensten ausgeführt wurde”, sagte Außenminister Dominic Raab bei einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo in Washington. Die russische Regierung stehe in der Pflicht zu erklären, was Nawalny zugestoßen sei.

Nawalny war am 20. August auf einem innerrussischen Flug kollabiert. Die Piloten landeten daraufhin außerplanmäßig im sibirischen Omsk, wo er in der örtlichen Klinik behandelt wurde. Am 22. August wurde er nach Deutschland ausgeflogen, wo er seitdem in der Berliner Charite behandelt wird. Während russische Behörden nach eigener Darstellung bei Nawalny keinen Giftstoff gefunden haben, stellte eine von der Charité in Auftrag gegebene Analyse bei einem spezialisierten Bundeswehrlabor nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel “zweifelsfrei” ein Gift der Nowitschok-Gruppe fest. Labore in Schweden und Frankreich haben dies nach Angaben der Bundesregierung inzwischen bestätigt. Nowitschok war in der Sowjetunion entwickelt worden. Dies nährt den Verdacht, staatliche russische Stellen könnten hinter dem Anschlag stecken.

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