April 26, 2018 / 6:09 AM / a month ago

CDU-Wirtschaftsrat - Merkel muss bei Trump Lanze für Freihandel brechen

Berlin (Reuters) - Der CDU-Wirtschaftsrat erwartet vom Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei US-Präsident Donald Trump eine entscheidende Weichenstellung in der internationalen Handelspolitik.

Germany's Chancellor Angela Merkel and U.S. President Donald Trump hold a joint news conference in the East Room of the White House in Washington, U.S., March 17, 2017. Jonathan Ernst: "Chancellor Merkel made one of the earliest important visits of any U.S. allies to meet Trump in his first months in office. When world leaders give joint news conferences they don't always tend to give each other their full attention - but Merkel watched Trump intently at several key moments, and here seemed particularly rapt." REUTERS/Jonathan Ernst/File Photo SEARCH "POY TRUMP" FOR THIS STORY. SEARCH "REUTERS POY" FOR ALL BEST OF 2017 PACKAGES. TPX IMAGES OF THE DAY

“Wir müssen den Freihandel insgesamt schützen und brauchen ein umfassendes Abkommen, das der Welthandelsorganisation standhält - und nicht etwa einen reinen Ausnahmekatalog, der zwischen der EU und den USA geschlossen wird”, sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, der Zeitung “Rheinische Post” (Donnerstagausgabe).

Trump hat Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. Neben anderen Handelspartnern ist die EU davon vorläufig befreit. Die Ausnahmeregelung gilt allerdings nur noch bis zum 1. Mai. Steiger betonte laut Vorabbericht, Merkel müsse eine dauerhafte Befreiung von diesen Zöllen fordern. Erst nach einem Einlenken Trumps dürfe über eine Angleichung der Zölle etwa bei Autos gesprochen werden. Die USA verlangen bei Autoimporten 2,5 Prozent, die EU zehn Prozent. Bei anderen Produkten sehen die Zollquoten allerdings ganz anders aus.

Steiger forderte, dass die EU sich nicht erpressen lassen dürfe. Es gebe zwar Reformbedarf bei der Welthandelsorganisation (WTO), über den mit den USA diskutiert werden könne. Er betonte zugleich aber: “Wir brauchen ein regelbasiertes System und nicht etwa die Macht des Stärkeren, wie Donald Trump es sich vorstellt.”

Merkel wird am Freitag zu Gesprächen mit Trump in Washington erwartet. Dabei dürfte neben dem Handelsstreit der Iran ein zentrales Thema werden. Zuvor hatte bereits Frankreichs Präsident bei seinem USA-Besuch dafür plädiert, Handelskonflikte durch die WTO zu lösen.

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