January 14, 2018 / 11:00 AM / 3 months ago

Bewohner Hawaiis irrtümlich vor Raketen-Angriff gewarnt

Honolulu (Reuters) - Ein falscher Raketenalarm hat am Samstag die Bewohner Hawaiis in Angst und Schrecken versetzt.

Students run for cover after an emergency alarm was sounded, at a carpark in the University of Hawaii, Honolulu, Hawaii, U.S. in this still image taken from social media video, January 13, 2018. JOE WALKER TWITTER / @_JoeWalker/via REUTERS THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT.NO RESALES. NO ARCHIVES

Ein Sprecher des US-Pazifik-Kommandos erklärte, es habe sich um ein Versehen gehandelt. Tatsächlich seien keine Raketen im Anflug auf die US-Inselkette im Pazifischen Ozean gewesen. Ein Mitarbeiter der Notfallbehörde habe beim Schichtwechsel aus Versehen auf den falschen Knopf gedrückt, sagte Gouverneur David Ige. Er entschuldigte sich für den Vorfall und versprach, alles zu unternehmen, damit so etwas nicht noch mal vorkomme.

Kurz nach 08.00 Uhr morgens (Ortszeit) wurde die Warnung “Bedrohung durch ballistische Rakete Richtung Hawaii. Sofort Schutzraum aufsuchen. Dies ist keine Übung” auf Mobiltelefone geschickt sowie im Radio und im Fernsehen durchgesagt. Die US-Behörden brauchten mehr als eine halbe Stunde, um Entwarnung zu geben. Viele Hawaianer brachen in der Zeit in Panik aus und suchten Schutz. Ihre 16-jährige Tochter sei in Tränen ausgebrochen, sagte Stacey Bow (56). Touristen wurden gebeten, ihre Hotels nicht zu verlassen. “Ich habe mich gefragt, was wir tun können. Es gibt nichts, was man bei eine Rakete tun kann”, sagte Michael Sterling aus Los Angeles, der sich in Waikiki aufhielt.

Vor allem wegen der Spannungen mit Nordkorea löste der Alarm Unruhe aus. Die Behörden kündigten im November an, sie würden die monatlichen Testläufe der Alarmsirenen wieder aufnehmen, die vor einem Atomangriff warnen. Ende November hatte Nordkorea nach dem Test einer Interkontinentalrakete erklärt, das gesamte Gebiet der USA sei nun in Reichweite nordkoreanischer Atomwaffen. Hawaii ist auch ein bedeutender US-Militärstützpunkt. Die Inselgruppe hat rund 1,4 Millionen Einwohner.

US-Präsident Donald Trump wurde nach Angaben des Weißen Hauses über den Zwischenfall informiert.

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