August 19, 2011 / 5:54 AM / 9 years ago

HP plant Strategiewechsel - Stößt PC-Geschäft ab

HP-Logo vor der beglischen Zentrale in Diegem bei Brüssel am 12. Januar 2010. REUTERS/Thierry Roge

New York/San Francisco (Reuters) - Der US-Computerkonzern Hewlett Packard (HP) plant einen radikalen Strategiewechsel.

Der Dell-Konkurrent will das britische Software-Unternehmen Autonomy für gut zehn Milliarden Dollar übernehmen und gleichzeitig sein schwächelndes PC-Geschäft abspalten, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Zudem will der weltgrößte Computerkonzern die auf dem Betriebssystem WebOS basierten Tablet-PCs einstellen, die bei den Kunden nur auf wenig Begeisterung gestoßen waren. Das Unternehmen will mit dem Umbau zu seiner alten Wachstumsstärke zurückfinden und es IBM gleich tun. Der IT-Konzern hatte sich im vergangenen Jahrzehnt in einem historischen Schritt neu aufgestellt und sich von der PC-Sparte getrennt.

Im nachbörslichen Handel fiel die HP-Aktie um 2,1 Prozent, nachdem sie an der Wall Street bereits um mehr als sechs Prozent in die Tiefe gerauscht war.

HP gab die Restrukturierungspläne zeitgleich mit der Veröffentlichung der Unternehmenszahlen bekannt. Im dritten Quartal steigerte HP seinen Umsatz auf 31,2 Milliarden Dollar von 30,7 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Damit erfüllte der Konzern die Erwartungen an der Wall Street. Für das Gesamtjahr reduzierte das Unternehmen erneut seinen Umsatz- und Gewinnausblick. HP erwartet nur noch Umsatzerlöse von 127,2 bis 127,6 Milliarden Dollar. Zuvor hatte der Konzern 129 bis 130 Milliarden Dollar anvisiert. Die Prognose für den Gewinn senkte HP auf 3,59 bis 3,70 Dollar je Aktie von zuvor mindestens 4,27 Dollar je Anteilsschein.

Hewlett-Packard hatte in der Vergangenheit stets Spekulationen dementiert, wonach der Konzern Verhandlungen mit Interessenten über einen Verkauf oder eine Abspaltung seiner PC-Sparte führe. Für HP lief es unter Firmenchef Leo Apotheker, dem im vergangenen November angetreten war, bislang nicht rund. Der sinkende Bedarf an PCs veranlasste den Ex-SAP-Chef nun bereits das dritte Mal dazu, die Prognosen für das Geschäftsjahr einzudampfen.

HP will sich nach früheren Angaben künftig stärker im wachsenden Markt des sogenannten Cloud Computing engagieren: Das sind Dienstleistungen, bei denen Computernutzer die Programme nicht mehr auf ihrem Rechner installiert haben, sondern auf Server von Anbietern im Internet zugreifen. Hewlett-Packard wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.

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