September 13, 2018 / 3:38 PM / 2 months ago

Erste Ausläufer von Riesen-Hurrikan erreichen die US-Ostküste

An outsized Hurricane Florence early on Thursday crept closer to the U.S. East Coast, packing tropical storm-force winds across hundreds of miles that threaten the region with potentially catastrophic flooding and torrential rain. embed code and instructions: https://reut.rs/2p1PRpk

- von Ernest Scheyder und Mana Rabiee

Wilmington/Washington (Reuters) - Erste Ausläufer des Hurrikans “Florence” haben am Donnerstag die Ostküste der USA erreicht, wo Tausende Menschen auf der Flucht sind.

Sturmböen und Regenfälle peitschten über die Inselkette Outer Banks vor North Carolina. Das Zentrum des Sturms mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde werde voraussichtlich am Freitag den Bundesstaat erreichen, dann nach Südwesten und am Samstag über das Festland ziehen, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mit. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die Behörden stünden bereit, mit den Folgen des Sturms fertig zu werden. Dieser gilt vor den Kongresswahlen als Test für seine Regierung. Der Republikaner warf auf Twitter den Demokraten vor, die Totenzahlen nach dem Sturm “Maria” vor einem Jahr in Puerto Rico übertrieben zu haben, um ihm zu schaden.

Das NHC hatte den Wirbelsturm in der Nacht auf die Stufe zwei auf der fünfstufigen Hurrikan-Skala herabgestuft. “Florence” bleibe aber lebensbedrohlich. Zudem habe der Sturm an Umfang gewonnen. Die Behörden befürchten starke Regenfälle und eine Sturmflut von bis zu vier Metern Höhe. In den gefährdeten Gebieten leben Schätzungen zufolge rund zehn Millionen Menschen. Mehr als eine Millionen Menschen wurden angewiesen, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. “Es bleibt noch Zeit, sich in Sicherheit zu bringen”, sagte der Gouverneur von South Carolina, Roy Cooper, dem Sender CBS. “Dies ist ein mächtiger Sturm, der tödlich sein kann. Heute ist die Bedrohung wahr geworden.”

Angesichts des nahenden Wirbelsturms wurden mehr als 2700 Soldaten der Nationalgarden einberufen, Vorräte angelegt und Notunterkünfte eingerichtet. Zudem versuchten die Behörden, die 16 Atomreaktoren in der Region wetterfest zu machen. Am Morgen wurden zunächst 6000 Stromausfälle gemeldet. Experten erwarteten Millionen weitere Blackouts, die wochenlang anhalten könnten.

Der Sturm rückte politisch das Krisenmanagement von Trump in den Fokus. Dieses war nach dem Sturm "Maria" 2017 über Puerto Rico kritisiert worden, bei dem den örtlichen Behörden zufolge fast 3000 Menschen starben. Trump schrieb auf Twitter here, die Zahl sei von den Demokraten aufgebläht worden, um ihm zu schaden. Zunächst sei von sechs bis 18 Toten die Rede gewesen, "viel später" seien dann höhere Zahlen "wie 3000" genannt worden. "Das wurde von dem Demokraten gemacht, um mich so schlecht wie möglich aussehen zu lassen", schrieb er, ohne einen Beleg zu liefern. Alle Toten seien auf die Liste gesetzt worden, selbst wenn sie an Altersschwäche gestorben seien. Die Bürgermeisterin von San Juan, Carmen Yulin Cruz, wies die Vorwürfe zurück. Sie beschrieb Trump auf Twitter here als "von Wahn erfasst, paranoid und von jedem Realitätssinn entkoppelt".

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