July 24, 2018 / 5:40 AM / 5 months ago

Iran legt im verbalen Schlagabtausch mit USA nach

Cars of the Iranian delegation are parked outside a building of the at Diaoyutai state guesthouse in Beijing as Iranian Foreign Minister Mohammad Javad Zarif meets Chinese State Councillor and Foreign Minister Wang Yi, China, May 13, 2018. REUTERS/Thomas Peter

Beirut (Reuters) - Die wechselseitigen Drohungen zwischen den USA und dem Iran gehen in eine neue Runde.

Der iranische Außenminister Dschawad Sarif erklärte am Montagabend über Twitter, sein Land lasse sich vom “Geheul” von US-Präsident Donald Trump nicht beeindrucken. Den Iran gebe es seit Jahrtausenden und er habe den Untergang von Imperien gesehen. Wie zuvor Trump fügte Sarif wortgleich in Großbuchstaben hinzu: “Seien Sie vorsichtig”. Streitkräfte-Stabschef Mohammed Bagheri warnte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Irna vom Dienstag, die Reaktion Teherans auf US-Drohungen werde “stark, unvorstellbar und bedauerlich” ausfallen.

Parlamentspräsident Ali Laridschani bezeichnete Trump als Unruhestifter. Die diplomatischen Beziehungen der USA seien derzeit von Chaos und Wildheit geprägt. Außenamtssprecher Bahram Kassemi bekräftige, sollten die USA versuchen, die Ölexporte des Iran zu blockieren, so werde die Islamische Republik Gegenmaßnahmen in gleichem Umfang ergreifen.

Trump hatte via Twitter den Ton gegenüber der Islamischen Republik deutlich verschärft. “Drohen Sie den USA nie, nie wieder oder Sie werden Konsequenzen erleiden, wie sie im Laufe der Geschichte nur wenige jemals zuvor erlitten haben.” Mit dem an Irans Präsidenten Hassan Ruhani gerichteten, in Großbuchstaben verfassten Tweet reagierte Trump auf Kommentare Ruhanis. Dieser hatte am Sonntag laut staatlichen Medien erklärt: “Amerika sollte wissen, Frieden mit dem Iran ist die Mutter jeden Friedens - und Krieg mit dem Iran ist die Mutter aller Kriege.”

Trump hat seit Beginn seiner Präsidentschaft immer wieder die iranische Führung scharf kritisiert. Er ordnete den Rückzug der USA aus dem internationalen Atomabkommen an - gegen den Willen der Mitunterzeichner, darunter Deutschland. Anschließend kündigte er Wirtschaftssanktionen gegen den Iran an und drohte anderen Staaten mit finanziellen Konsequenzen, sollten sie nach November dem Iran weiterhin Öl abkaufen. Der Rohstoff ist die wichtigste Einnahmequelle des Iran, der zu den größten Erdölproduzenten der Welt zählt. Das Land liegt außerdem an der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Durch die Meerenge wird ein großer Teil der internationalen Öllieferungen verschifft. Ruhani und der politische und religiöse Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, haben signalisiert, dass sie im Falle einer Blockade ihrer Ölexporte dazu bereit seien, die Schifffahrtstraße dichtzumachen. Das hätte weitreichende Folgen für die globale Ölindustrie.

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