5. September 2017 / 04:54 / vor 17 Tagen

Hurrikan "Irma" hält auf Karibik und Süden der USA zu

Satellite image of Tropical Storm Irma pictured here in the Eastern Atlantic Ocean on August 30, 2017. Image taken August 30, 2017. NASA/NOAA /Goddard Rapid Response Team/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.

New York (Reuters) - Wenige Tage nach dem Wirbelsturm “Harvey” nimmt der Hurrikan “Irma” im Atlantik Kurs auf die Karibik und den Süden der USA.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) stufte den Sturm in die zweithöchste Kategorie 4 hinauf. Die Behörde sprach Warnungen für die Leeward-Inseln, die Jungferninseln und Puerto Rico aus. Die Winde erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde. Es wurde erwartet, dass Irma am späten Dienstag auf die ersten Inselstaaten der Karibik trifft. Puerto Rico und Florida, das im Laufe der Woche betroffen sein könnte, riefen vorsorglich den Notstand aus.

Hurrikans der Kategorie 4 bedeuten anhaltende Winde von bis zu 251 Kilometern pro Stunde mit katastrophalen Folgen wie ausgerissenen Bäumen, abgerissenen Stromleitungen sowie Wasser- und Stromausfällen. Erwartet werden auch schwere Zerstörungen, die Häuser unbewohnbar machen können. Das NHC mahnte, die Vorbereitungen auf den Sturm schnell abzuschließen.

Die Regierung des wirtschaftlich strauchelnden Karibikstaates Puerto Rico rief den Ausnahmezustand aus und aktivierte die Nationalgarde. Das Außengebiet der USA mit seinen 3,4 Millionen Einwohnern hält 456 Notunterkünfte bereit, in denen bis zu 62.000 Menschen untergebracht werden können. Puerto Rico verhängte zugleich einen Preisstopp auf Waren des täglichen Bedarfs wie Essen, Wasser, Medizin, Stromgeneratoren und Batterien. In den Geschäften bildeten sich lange Schlangen. Der Direktor der staatlichen Energiebehörde, Ricardo Ramos, sagte im Fernsehen, das Stromnetz sei wegen fehlender Investitionen äußerst anfällig, so dass Teile des Landes für drei oder vier Monate ohne Strom sein könnten. “Wir bereiten uns auf das Worst-Case-Szenario vor”, sagte er.

Irma bedroht auch die Ostküste der USA und Florida. Das NHC erklärte, “Irma” werde wohl am Samstag den Süden Floridas erreichen. Gouverneur Rick Scott teilte auf Twitter mit, er habe mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, der die volle Unterstützung seiner Regierung zugesagt habe.

Das Hurrikan-Zentrum erklärte, es sei noch zu früh, um vorherzusagen, welchen genauen Weg der Hurrikan einschlagen und welche Effekte er auf die kontinentalen Vereinigten Staaten haben werde. Zugleich warnte die Behörde, Auswirkungen könnten sich später in dieser Woche zeigen.

Auch “Harvey” trug die Kategorie 4. Der Sturm hatte insbesondere an der Küste von Texas, wo große Teile der amerikanischen Öl- und Gasindustrie angesiedelt sind, schwere Verwüstungen angerichtet. Mindestens 47 Menschen kamen ums Leben. Der Schaden wird auf bis zu 180 Milliarden Dollar geschätzt. Mehr als eine Million Menschen waren vor “Harvey” in Sicherheit gebracht worden. Zehntausende sind wegen der enormen Schäden an ihren Häusern obdachlos.

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