October 22, 2018 / 3:19 PM / a month ago

Trump stuft Migranten-Treck als "nationalen Notstand" ein

Central American migrants walk along the highway near the border with Guatemala, as they continue their journey trying to reach the U.S., in Tapachula, Mexico October 21, 2018. REUTERS/Ueslei Marcelino TPX IMAGES OF THE DAY

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat wegen des Trecks Tausender Menschen aus Mittelamerika in Richtung US-Grenze die Armee und Grenzschützer in Alarmbereitschaft versetzt.

Mexiko sei es nicht gelungen, die Menschen davon abzuhalten, auf die Südgrenze der USA zu marschieren, schrieb Trump am Montag auf Twitter. “Ich habe die Grenzpolizei und die Armee informiert, dass dies ein nationaler Notstand ist.” Trump drohte Guatemala, Honduras und El Salvador mit Streichung oder radikaler Kürzung von Entwicklungshilfe. Sie seien nicht in der Lage gewesen, “ihren Job zu machen, Menschen davon abzuhalten, ihr Land zu verlassen und illegal in die USA zu kommen”, schrieb Trump.

Seit Trumps Amtsantritt ist die Entwicklungshilfe für die zentralamerikanischen Länder bereits gekürzt worden. Für Honduras etwa, aus dem die meisten der Migranten kommen, betrug die US-Hilfe 2016 rund 98 Millionen Dollar. Ab dem kommenden Jahr sollten es vor Trumps Ankündigung noch 65 Millionen sein.

Am Sonntag hatten Tausende Migranten die Grenze von Guatemala nach Mexiko überschritten. Hunderte mexikanische Polizisten in Kampfausrüstung säumten den Weg in die Grenzstadt Tapachula. Einer der Polizisten sagte Reuters, es gebe keine Befehle, die Karawane aufzuhalten. Die Migranten sollten sicher in ein Flüchtlingslager vor den Toren der Stadt geleitet werden.

Die Migranten, unter denen viele Kinder sind, hatten sich in den vergangenen Tagen zu Fuß aufgemacht und einer aus Süden kommenden Karawane angeschlossen. Ihr Ziel sind die USA. Sie fliehen vor Armut und hoher Kriminalität und erhoffen sich ein besseres Leben in den Vereinigten Staaten. Honduras, El Salvador und Guatemala gehören zu den ärmsten und am stärksten von Gewalt betroffenen Ländern auf dem amerikanischen Kontinent. Trump hat mehrfach erklärt, keinen der Migranten in sein Land zu lassen. Mexiko drohte er mit der Schließung der Grenze und der Kürzung von Regionalhilfen, sollte es den Treck nicht aufhalten. Die Regierung in Mexiko-Stadt hat angekündigt, alle Zuwanderer zurückzuschicken, die keinen Asylantrag stellten.

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