for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Weltnachrichten

Bundesregierung besorgt über US-Teilabzug aus Afghanistan

The German Chancellery is pictured at dusk in Berlin, August 14, 2015. REUTERS/Stefanie Loos

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung ist besorgt, dass der angekündigte raschere Abzug von US-Truppen aus Afghanistan die Stabilität des Landes gefährden könnte.

Es sei wichtig, das in dem Land Geschaffene nicht durch voreilige Schritte zu gefährden, sagte Außenminister Heiko Maas am Mittwoch in Berlin. Die Bundesregierung sei vor allem besorgt darüber, welche Folgen die Ankündigung der USA auf die eingeleiteten Friedensgespräche zwischen der afghanischen Regierung und der radikalislamischen Taliban habe. Die Gespräche seien schwierig genug und sollten nicht mit weiteren Hürden behindert werden.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, die Bundesregierung sei mit den USA in Gesprächen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums fügte hinzu, dass man abwarten müsse, ob und in welchem Umfang tatsächlich US-Soldaten abgezogen würden. Wenn die USA aber etwa nur 2500 Sanitätssoldaten im Afghanistan lassen sollten, lasse sich auch der Auftrag der Bundeswehr nicht mehr erfüllen.

Die US-Regierung hat angekündigt, dass die Truppenstärke in Afghanistan bis zum 15. Januar von 4500 Soldaten auf 2500 fallen solle. US-Präsident Donald Trump hatte sich im Oktober auf Twitter für einen kompletten Abzug aller Truppen aus Afghanistan bis Weihnachten ausgesprochen. Vergangene Woche entließ er Verteidigungsminister Mark Esper und ernannte an dessen Stelle Christopher Miller. Dieser schrieb am Wochenende an die US-Soldaten, es sei “Zeit, nach Hause zu kommen”. Die Ankündigungen führten unter Trumps Parteikollegen zu Unruhe.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up