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Mexiko sieht in Nafta-Drohung Trumps Verhandlungstaktik
23. August 2017 / 14:21 / in 3 Monaten

Mexiko sieht in Nafta-Drohung Trumps Verhandlungstaktik

Mexiko-Stadt/Phoenix (Reuters) - Mexiko hat die erneute Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem Ausstieg aus dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta als Verhandlungstaktik zurückgewiesen.

Mexico's Foreign Minister Luis Videgaray announces the dual year 2017-2018 between Mexico and Colombia, during a news conference in Mexico City, Mexico July 18, 2017. REUTERS/Carlos Jasso

Die Äußerungen Trumps seien an die eigenen Unterstützter gerichtet und müssten Mexiko weder überraschen noch erschrecken, sagte Außenminister Luis Videgaray am Mittwoch.

Trump hatte vor Anhängern gesagt: “Persönlich glaube ich nicht, dass wir einen Deal machen können.” Zugleich bekräftigte er seine Absicht, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten

Die erste Verhandlungsrunde war am Sonntag ohne Ergebnis geblieben. Die beteiligten Staaten USA, Kanada und Mexiko wollen sich alle drei Wochen zu weiteren Gesprächen treffen. Ziel ist es, bis Ende des Jahres eine Einigung zu erreichen. Experten haben das Tempo als sehr ambitioniert bezeichnet angesichts der Differenzen in zentralen Punkten und der sonst langwierigen Verhandlungen bei internationalen Handelsverträgen.

Seit dem Inkrafttreten von Nafta 1994 hat sich der Handel zwischen den drei Ländern vervierfacht. Trump hat das Abkommen als eine Katastrophe bezeichnet, die den Arbeitern in den USA geschadet und viele Jobs gekostet habe. Er verweist auf das US-Handelsdefizit mit Mexiko, das derzeit 64 Milliarden Dollar jährlich betrage. Aus Furcht vor einem Handelskrieg mit dem Nachbarn USA verkauften Anleger nach den Trump-Äußerungen am Mittwoch mexikanische Peso. Ein Dollar verteuerte sich um bis zu 1,1 Prozent. [nL8N1L93OV]

Beim geplanten Bau der Mauer zu Mexiko signalisierte Trump, dafür auch einen harten Kampf um den Haushalt in Kauf zu nehmen. “Selbst wenn wir einen Stillstand der Regierung haben, werden wir diese Mauer bauen”, sagte Trump. “Das amerikanische Volk hat für eine Kontrolle der Einwanderung gestimmt. Wir werden diese Mauer bekommen.” In den USA droht ab Herbst ein Regierungsstillstand, wenn es nicht gelingt, die Schuldengrenze anzuheben. In diesem Fall können Haushaltsmittel nicht mehr freigegeben werden. Videgaray sagte, das Thema Mauerbau stehe nicht auf der Tagesordnung beider Länder.

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