January 22, 2020 / 6:28 AM / in a month

Netflix enttäuscht bei Zahl der neuen US-Kunden - Aktie fällt

FILE PHOTO: The Netflix logo is pictured on a television remote in this illustration photograph taken in Encinitas, California, U.S., January 18, 2017. REUTERS/Mike Blake

New York (Reuters) - Der Streamingdienst Netflix muss sich in diesem Jahr wegen des zunehmenden Wettbewerbs wohl wärmer anziehen.

Zwar lockte der US-Konzern im vierten Quartal weltweit mehr Kunden an als vorausgesagt, in Nordamerika erfüllte er die Erwartungen der Analysten allerdings nicht. Und auch für das erste Quartal des neuen Jahres ist Netflix-Chef Reed Hastings weniger zuversichtlich als Experten, denn immer mehr Rivalen beackern das Feld des TV-Streamings. So sind im November Disney+ und Apple+ neu gestartet.

Im vierten Quartal verzeichnete Netflix 8,8 Millionen neue zahlende Kunden weltweit, das waren mehr als die laut Refinitiv erwarteten 7,6 Millionen. Konzernchef Hastings bezeichnete dieses Plus als “einfach unglaublich”. Für einen Schub sorgte zum einen die dritte Staffel von “The Crown”, einer Serie um das britische Königshaus, zum anderen zwei für den Oskar nominierte Filme. Dieses Kundenplus führte in einem volatilen nachbörslichen Handel zu einem Anstieg der Netflix-Aktie von 2,2 Prozent. Zwei Wermutstropfen gab es allerdings: In den USA kamen im vierten Quartal nur 420.000 Abos hinzu statt wie vorhergesagt 659.600. Für das erste Quartal erwartet Hastings weltweit ein Kundenplus von sieben Millionen. Analysten hatten aber mit 8,82 Millionen gerechnet.

Wegen des zunehmenden Gegenwinds im Heimatmarkt USA richtet Netflix sein Augenmerk verstärkt auf das Ausland. So steckt der Streamingdienst viel Geld in nicht-englischsprachige Inhalte. Allerdings sind auch Disney+ und Apple+ außerhalb der USA unterwegs. Apple+ ist in mehr als 100 Ländern und Regionen erhältlich, Disney+ startet Ende März unter anderem in Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Disney+ lockte alleine am ersten Tag zehn Millionen Kunden an.

Auch eigene Produktionen sind für Netflix wichtig. Der Streamingdienst hatte dafür im vergangenen Jahr ein Budget von 15 Milliarden Dollar an Cash zur Verfügung. Die langfristigen Verbindlichkeiten betrugen zum Ende des Jahres 14,76 Milliarden Dollar. “Das riesige Budget des Streamingdienstes für Inhalt und Marketing kann nur durch einen deutlichen Zuwachs an Abonnenten gerechtfertigt werden”, kommentierte Analyst Haris Anwar von investing.com.

Der Gesamtumsatz von Netflix stieg im vierten Quartal auf 5,5 Milliarden Dollar nach 4,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum und lag damit leicht über den Expertenerwartungen. Der Nettogewinn kletterte auf 587 Millionen Dollar oder 1,30 Dollar je Aktie nach 0,30 Dollar je Aktie. Hier waren 0,53 Dollar erwartet worden.

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