May 9, 2014 / 9:29 AM / in 5 years

Fed will aufgeblähte Bilanz binnen 8 Jahren normalisieren

U.S. Federal Reserve Chair Janet Yellen testifies about the U.S. economy before a Senate Budget Committee hearing on Capitol Hill in Washington May 8, 2014. REUTERS/Jonathan Ernst (UNITED STATES - Tags: POLITICS BUSINESS)

New York/Washington (Reuters) - Die US-Notenbank Fed will ihre im Sog der Finanzkrise kräftig aufgeblähte Bilanz binnen acht Jahren auf Normalmaß zusammenstutzen.

Eine Entscheidung darüber sei zwar noch nicht gefallen, sagte Fed-Chefin Janet Yellen am Donnerstagabend (MESZ) bei einer Anhörung im US-Senat. Wahrscheinlich werde die Fed aber erst mit dem Abschmelzen der Bilanz beginnen, wenn sie die Zinsen erhöht habe. Damit rechnen Experten frühestens Mitte nächsten Jahres. Für den Abbau der inzwischen auf 4,5 Billionen Dollar angeschwollenen Bilanzsumme veranschlagt Yellen “rund fünf bis acht Jahre”. Danach werde sie “deutlich niedriger” als heute ausfallen. Einen konkreten Zielwert nannte Yellen jedoch nicht.

Vor Ausbruch der Finanzkrise 2007 lag die Bilanzsumme bei etwa 800 Milliarden Dollar. Die Fed warf danach die Notenpresse an und lenkte mit Ankaufprogrammen für Wertpapiere zusätzliches Geld in den Finanzkreislauf. Die Praxis ist allerdings umstritten, da Kritiker dadurch Preisblasen am Immobilien- oder Aktienmarkt befürchten. Da die Fed Ende 2008 zudem auf eine Nullzinspolitik umgestiegen war, blieben ihr jedoch nur noch unkonventionelle Mittel zur Krisenbekämpfung.

Seit Anfang 2014 hat die Zentralbank angesichts des Aufschwungs damit begonnen, den Fuß vom Gas zu nehmen. Sie kauft seither monatlich schrittweise weniger Immobilienpapiere und Staatsanleihen auf. Derzeit sind es noch Wertpapiere im Umfang von 45 Milliarden Dollar. Im Herbst soll das Programm auslaufen, doch die Fed-Bilanz wird bis dahin weiter aufbläht. Danach dürfte dann eine Phase der Stabilisierung folgen, da die Fed die Einnahmen aus auslaufenden Anleihen weiterhin in neue Papiere investieren will, so dass die Bilanz insgesamt konstant gehalten wird.

Yellen signalisierte vor dem Senatsausschuss, dass das Ende dieser Praxis mit der Zeit automatisch zu “einem schrittweisen Abbau der Bilanz” führen wird. Ein Verkauf von Wertpapieren, der ein schnelleres Abschmelzen bewirken würde, ist in diesem Szenario aber nicht vorgesehen. Yellen hatte zuvor betont, dass die Fed Immobilienpapiere nicht in nennenswertem Umfang abstoßen werde. Allerdings habe die Fed noch keinen konkreten Fahrplan, bis wann die Bilanz Normalmaß erreichen soll. Die Notenbank werde erst nach der Zinswende darüber entscheiden.

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