June 19, 2011 / 11:19 AM / 8 years ago

Oracle fordert von Google in Patentstreit 6,1 Mrd Dollar

The company logo is shown at the headquarters of Oracle Corporation in Redwood City, California February 2, 2010. Picture taken February 2, 2010. REUTERS/Robert Galbraith

San Francisco (Reuters) - In dem zunehmenden Streit um Patente für Smartphones und Tablet-Computer fordert der US-Softwarekonzern Oracle Schadenersatz von bis zu 6,1 Milliarden Dollar von Google.

Dies ging in der Nacht zum Freitag aus Gerichtsunterlagen hervor, deren Veröffentlichung von einem US-Richter angeordnet wurde. In den Dokumenten erklärt Google, dies sei “eine atemberaubende Summe”, die in keinem Verhältnis zu den umstrittenen Urheberrechten stehe.

Branchenexperten bewerten die Klage als Anzeichen für die wachsende Geschäfts-Rivalität zwischen zwei der erfolgreichsten Firmen aus dem Silicon Valley, die sich beide aggressiv in neuen Geschäftsfeldern breitmachen. So wildert Google mit seinen Cloud-Diensten für Unternehmen zunehmend im traditionellen Revier von Oracle. Oracle dagegen hat sich durch die Übernahme von Sun Microsystems ein Standbein in dem rasant wachsenden Markt für Smartphones geschaffen, wo Google mit seinem Betriebssystem Android zu den Marktführern gehört.

Die Klage wurde bereits im vergangenen Jahr eingereicht. In dem Streit geht es um Android, das in vielen Smartphones und Tablets eingesetzt wird. Der SAP-Rivale Oracle wirft Google vor, bei der Entwicklung von Android wissentlich Patent- und Urheberrechte seiner Java-Software verletzt zu haben. Oracle hatte Anfang 2010 den Java-Erfinder Sun Microsystems übernommen. Falls sich die Firmen nicht außergerichtlich einigen, wird im November mit dem Beginn des Verfahrens gerechnet.

Zuletzt haben sich Telefon-Hersteller und Software-Firmen gegenseitig mit einem ganzen Netz von Klagen überzogen - sie streiten sich dabei um die Urheberrechte an Technologien, die in den neuen Geräten eingesetzt werden. Zahlreiche Konzerne drängen derzeit mit allen Mitteln auf den lukrativen Markt, den Apple mit seinem iPhone und dem iPad geschaffen hat.

Google tat die Schadenersatz-Berechnungen von Oracle zunächst als “unzuverlässig” ab und warf Oracle vor, lediglich seine Gewinne maximieren zu wollen, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorging. Gleichzeitig bat Google das Gericht, genaue Zahlen zur Höhe der Forderungen unter Verschluss zu halten. Daraufhin warf Oracle dem Suchmaschinen-Betreiber Geheimhalterei zu wollen. Schließlich ordnete der Richter am Donnerstag die Veröffentlichung der Forderungen an.

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