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Unternehmensnachrichten

Finanzkonzern PNC schluckt für 11,6 Mrd Dollar US-Tochter von BBVA

FILE PHOTO: United States one dollar bills are curled and inspected during production at the Bureau of Engraving and Printing in Washington November 14, 2014. REUTERS/Gary Cameron

New York (Reuters) - Der US-Finanzkonzern PNC Financial Services stemmt die zweitgrößte Bankenübernahme in den USA seit der Finanzkrise.

Für 11,6 Milliarden Dollar verleibt sich PNC das Amerika-Geschäft der spanischen Bank BBVA ein, wie PNC am Montag mitteilte. Die Aufsichtsräte beider Konzerne gaben grünes Licht für die Transaktion, durch die ein Finanzkonzern mit einer Bilanzsumme von 560 Milliarden Dollar entsteht. Die Aktien von BBVA schossen an der Madrider Börse um 19 Prozent in die Höhe.

Der Kaufpreis von umgerechnet rund zehn Milliarden Euro will PNC nach eigenen Angaben in bar bezahlen. PNC vergrößert seine Reichweite in den USA damit auf zwei Dutzend Bundesstaaten und baut seine Präsenz vor allem im Südwesten der Vereinigten Staaten aus. Der Konzern bietet Finanzdienstleistungen für Privat- und Firmenkunden an und ist zudem in der Vermögensverwaltung aktiv. Durch die Übernahme würden sich die Ergebnisse im Jahr 2022 um gut ein Fünftel erhöhen, erklärte PNC. BBVA will nach eigenen Angaben einen Teil der Geschäfte in den USA weiterführen, darunter das Brokerage sowie die Niederlassung in New York, von der aus Großkundengeschäft betrieben werde.

PNC hat die Kassen voll mit Bargeld: Vor einem halben Jahr verkaufte das Institut einen 22,4 Prozent schweren Anteil am Vermögensverwalter Blackrock für 14,2 Milliarden Dollar und verbuchte dabei einen Nachsteuergewinn von mehr als vier Milliarden Dollar. Dieses Kapital werde nun für den Kauf der BBVA-Tochter verwendet, sagten Insider zu Reuters.

BBVA hadert Insidern zufolge schon seit längerem mit seiner US-Tochter. Die Geschäfte hatten sich nicht so gut entwickelt wie geplant und lasteten nach Ansicht des Managements auf dem Aktienkurs des spanischen Bankhauses. Seit Jahresanfang verloren die BBVA-Aktien mehr als ein Drittel an Wert. Analysten der US-Bank Jefferis sagten, die Transaktion komme bei Anlegern gut an. Nun stiegen Spekulationen über eine weitere Konsolidierung in Europa, weil sich die Frage stelle, was BBVA mit dem eingenommenen Kapital anstelle. Aktien von europäischen Geldhäusern waren heiß begehrt am Montag. Der europäische Bankenindex legte um 3,3 Prozent zu. Vor allem spanische Institute waren gefragt. Die Titel der Deutschen Bank kletterten um zwei Prozent.

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