September 19, 2018 / 6:21 AM / a month ago

USA und Polen vereinbaren Ausbau der Militärkooperation

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump und Polens Staatschef Andrzej Duda haben eine Verstärkung der militärischen Zusammenarbeit beider Staaten beschlossen.

U.S. President Donald Trump arrives for a joint news conference with Poland's President Andrzej Duda in the East Room of the White House in Washington, U.S., September 18, 2018. REUTERS/Kevin Lamarque

“Die Allianz unserer beiden Staaten war nie stärker”, sagte Trump auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Duda am Dienstag in Washington. “Wir werden unsere Kooperation in den Bereichen Militär, Geheimdienste, Raketenabwehr sowie Technologie und Ausbildung intensivieren”, fügte Trump hinzu. Außerdem hätten die beiden Staatschefs über die Energiesicherheit in Europa gesprochen. Duda erklärte, die geplante Erdgastrasse Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland gefährde die Energiesicherheit Europas. Dagegen seien Lieferungen von Flüssig-Erdgas (LNG) aus den USA nach Polen ein wichtiger Beitrag zur Diversifizierung der Energieimporte.

Duda drängte den US-Präsidenten zudem, mehr Truppen nach Polen zu entsenden. Die US-Streitkräfte sollten zudem eine ständige Militärbasis in Polen einrichten. Dies wäre für Polen eine Sicherheitsgarantie gegen eine russische Aggression. Trump sagte, er glaube, die polnischen Ängste vor einer russischen Aggression bestünden zu recht. Nach seinen Worten würde Polen die US-Militärpräsenz mit einer Milliardensumme unterstützen.

Polnischen Medien zufolge ist das Land bereit, für einen ständigen US-Militärstützpunkt bis zu zwei Milliarden Dollar zu zahlen. Derzeit sind US-Soldaten im Rahmen eines Nato-Programms vorübergehend in Polen.

Russland hat sich kritisch zu den polnischen Ambitionen geäußert. Eine größere Präsenz von Nato-Truppen dort würde die Stabilität Europas untergraben, erklärte die Regierung in Moskau.

Polen ist zusammen mit den anderen früheren Ostblockstaaten Ungarn und Tschechien 1999 der Nato beigetreten. Ihnen folgten die früher zur Sowjetunion gehörenden baltischen Staaten. Damit rückte die Nato bis an die russische Grenze heran. Russland betrachtet dies seinerseits als Bedrohung.

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