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Wirtschaftsnachrichten

Fed sieht bei Krisenprogramm für Mittelstand trotz mauer Resonanz keinen Nachbesserungsbedarf

Federal Reserve Board Chairman Jerome Powell presents the Monetary Policy Report to Senate Banking Committee during a hearing on The Semiannual Monetary Policy Report to the Congress on Capitol Hill in Washington, U.S., February 12, 2020. REUTERS/Yuri Gripas

Washington (Reuters) - Die US-Notenbank Fed plant trotz eher mauer Resonanz keinen Umbau ihres Programms zur Stützung der Kreditvergabe an Mittelständler in der Corona-Krise.

US-Notenbankchef Jerome Powell räumte am Mittwoch vor einem Kongressausschuss ein, dass das als “Main Street Lending Facility” bekannte Programm für kleine und mittelgroße Firmen nur “mäßig” in Anspruch genommen worden sei. Doch da diese Unternehmen bereits gut an frisches Geld kommen könnten, seien derzeit keine Änderungen an dem Krisenprogramm nötig.

Wenn sich die Wirtschaft schlechter als erwartet entwickeln sollte, könne aber nachgesteuert werden, betonte Powell vor dem Corona-Unterausschuss des Repräsentantenhauses. Der demokratische Ausschuss-Vorsitzende Jim Clyburn hatte zuvor bemängelt, dass über das Programm “praktisch kein Geld” verliehen worden sei. Powell betonte erneut, die Fed verpflichte sich in der noch lange nicht ausgestandenen Coronakrise, die gesamte Bandbreite ihrer Instrumente zu nutzen - und zwar so lange, wie es nötig sei.

Die Fed hatte jüngst einen Strategieschwenk vollzogen, der ihr mehr Flexibilität beim Ansteuern ihres Inflationsziels ermöglicht. Sie kann nun die Teuerungsrate für einen längeren Zeitraum über dem angesteuerten Optimalwert von zwei Prozent halten, wenn diese zuvor geraume Zeit darunter geblieben ist. An erster Stelle soll das Ziel der Vollbeschäftigung stehen. Die Fed kündigte bereits an, dass sie noch lange an ihrer Tiefzinspolitik festhalten will. Der Leitzins liegt derzeit in einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent.

Powells Stellvertreter Richard Clarida machte nun im Gespräch mit Bloomberg Television deutlich, dass die Währungshüter “keinen Gedanken daran verschwenden werden” die Zinsen zu erhöhen, sofern die Inflationsrate nicht die Zwei-Prozent-Marke erreicht habe: “Und das heißt mindestens”, fügte er hinzu. Die Fed könne den Zins auch darüber hinaus konstant halten, wenn die Marke bereits überschritten sei. Welches Maß an höherer Inflation die Fed dabei tolerieren werde, sei derzeit eher eine akademische Frage und könne zum gegebenen Zeitpunkt geklärt werden. Der Chef des Fed-Bezirks Chicago, Charles Evans, sagte unterdessen, er könne sich in diesem Zusammenhang Werte von “2,5 Prozent oder sogar etwas mehr” vorstellen.

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