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Demonstrationen gegen Rechte in USA bleiben friedlich
20. August 2017 / 09:10 / vor 3 Monaten

Demonstrationen gegen Rechte in USA bleiben friedlich

Boston (Reuters) - Eine Woche nach dem Gewaltausbruch in Charlottesville sind neue Demonstrationen in den USA gegen Rechte und Nationalisten weitgehend friedlich verlaufen.

A large crowd of people march towards the Boston Commons to protest the Boston Free Speech Rally in Boston, MA, U.S., August 19, 2017. REUTERS/Stephanie Keith TPX IMAGES OF THE DAY - RTS1CH5J

In Boston gingen am Samstag nach Schätzung der Polizei bis zu 40.000 Menschen auf die Straße, um gegen eine Kundgebung rechter Redner zu protestieren. Zu der Veranstaltung unter dem Motto der Meinungsfreiheit kamen dagegen nur ein paar Dutzend Teilnehmer. Sie ging eine Stunde früher zu Ende als geplant. Zur Absicherung waren 500 Polizisten vor Ort, die Barrikaden errichteten und die gegnerischen Lager streng voneinander abtrennten.

US-Präsident Donald Trump lobte den Auftritt der Gegendemonstranten. “Ich möchte den vielen Demonstranten in Boston Beifall zollen, die sich gegen Fanatismus und Hass aussprechen”, erklärte er auf Twitter. In der vergangenen Woche hatte er mit seiner Reaktion auf die Vorfälle von Charlottesville parteiübergreifend eine Welle der Empörung ausgelöst. In der Stadt im Bundesstaat Virginia war es zu Zusammenstößen von rechten Gruppen - darunter Neonazis - und Gegendemonstranten gekommen. Eine Frau starb, als ein mutmaßlicher Rechtsradikaler sein Auto in eine Menge steuerte. Trump verzichtete zunächst auf Kritik an den weißen Nationalisten und sagte, in beiden Lagern gebe es auch “sehr anständige Menschen”.

In Boston blieb eine Neuauflage der Gewaltexzesse aus. Nach Angaben der Polizei kam es nur zu kleineren Auseinandersetzungen, bei denen Beamte mit Steinen und Flaschen beworfen wurden. 33 Personen wurden festgenommen. Außerdem gab es eine Protestkundgebung in Dallas. Dort gingen rund 3000 Demonstranten gegen Rassismus auf die Straße. Der Streit zwischen beiden Seiten entzündet sich derzeit häufig an Plänen, Denkmäler von Vertretern der Konföderierten im amerikanischen Bürgerkrieg zu entfernen. Kritiker sehen in den Standbildern Symbole des Rassismus. “Reißt sie nieder”, skandierten die Demonstranten in Dallas.

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