June 10, 2020 / 4:22 PM / 25 days ago

Bruder von George Floyd sagt vor US-Kongress aus - "Beenden Sie den Schmerz"

George Floyd's brother Philonise Floyd attends the House Judiciary Committee hearing on Policing Practices and Law Enforcement Accountability at the U.S. Capitol in Washington, DC, U.S. June 10, 2020. Michael Reynolds/Pool via REUTERS

Washington (Reuters) - Ein Bruder des gewaltsam getöteten Afroamerikaners George Floyd hat vor dem US-Kongress Reformen zum Schutz schwarzer Amerikaner vor Polizeigewalt gefordert.

“Ich bin hier, um Sie zu bitten, beenden Sie es. Beenden Sie den Schmerz”, sagte Philonise Floyd am Mittwoch vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses. “Seien Sie die Anführer, die dieses Land, diese Welt braucht. Tun Sie das Richtige”, erklärte der 42-Jährige, der während seiner Aussage gegen Tränen ankämpfte. Vor dem Ausschuss sagten auch Bürgerrechtler aus, die tiefgreifende Änderungen verlangten. Drei von den Republikanern geladene Zeugen unterstützen die Polizei.

Der 46-jährige Floyd war am 25. Mai gestorben, nachdem ein weißer Polizist ihn minutenlang mit dem Knie auf dem Hals zu Boden gedrückt hatte. Sein Tod löste in zahlreichen US-Städten und in anderen Ländern - darunter auch Deutschland - Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt aus. Floyd wurde am Dienstag unter großer Anteilnahme in Houston beigesetzt. Die Trauerfeier wurde weitweit live im Fernsehen übertragen.

Der Justizausschuss berät gegenwärtig über ein umfangreiches Reformpaket der Demokraten, die dort wie auch im ganzen Repräsentantenhaus die Mehrheit stellen. Dabei werden etwa Würgegriffe verboten, Klagen gegen Polizisten vereinfacht, die Nutzung von Körperkameras vorgeschrieben und unabhängige Untersuchungen erleichtert. Der Gesetzentwurf soll bis zum 4. Juli der ganzen Kongresskammer vorgelegt werden. Die Republikaner von Präsident Donald Trump haben für Freitag allerdings eine eigene Vorlage angekündigt. Parallel dazu will der Justizausschuss des Senats, den die Republikaner kontrollieren, am Dienstag mit Anhörungen beginnen.

Ein abschließendes Gesetz müsste von beiden Kongresskammern beschlossen und Trump zur Unterschrift vorgelegt werden. Der Präsident hat einige Vorschläge der Demokraten als inakzeptabel bezeichnet. Seine Sprecherin Kayleigh McEnany sagte am Mittwoch dem Sender Fox News, Trump könnte eigene Reformvorstellungen per Verfügung umsetzen. Einzelheiten nannte sie nicht.

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