March 26, 2012 / 5:43 AM / in 8 years

Obama will nukleare Abrüstung mit Russland vorantreiben

U.S. President Barack Obama (L) listens to Russian President Dmitry Medvedev in a bilateral meeting before attending the 2012 Nuclear Security Summit in Seoul March 26, 2012. REUTERS/Larry Downing (SOUTH KOREA - Tags: POLITICS MILITARY)

Seoul (Reuters) - US-Präsident Barack Obama will in seinem Streben nach einer atomwaffenfreien Welt die Abrüstung mit Russland beschleunigen.

Die USA verfügten immer noch über mehr Nuklearwaffen als nötig, sagte der Friedensnobelpreisträger am Montag in einer Rede vor Studenten in Seoul. Er werde bei einem Treffen mit dem künftigen russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai auf eine weitere Abrüstung dringen, erklärte Obama vor Beginn eines Gipfels über atomare Sicherheit in der südkoreanischen Hauptstadt.

Russland und die USA hatten sich 2010 auf ein Nachfolgeabkommen zum Start-Vertrag zur deutlichen Reduzierung von Atomwaffen geeinigt. Ein Jahr zuvor sprach sich Obama in einer viel beachteten Rede in Prag für eine “Welt ohne Atomwaffen” aus. Kurz darauf erhielt er den Friedensnobelpreis.

Diejenigen, die seine Vision verhöhnten, seien im Unrecht, machte Obama in Seoul deutlich. “Ich glaube fest daran, dass wir die Sicherheit der Vereinigten Staaten und unserer Verbündeter garantieren, eine starke Abschreckung gegen jegliche Bedrohung aufrechterhalten und zugleich eine weitere Reduzierung unseres nuklearen Arsenals anstreben können”, sagte der US-Präsident.

Ein weiteres Abrüstungsabkommen mit Russland dürfte für Obama allerdings in seiner Heimat schwer durchzusetzen sein. Die republikanische Opposition wirft ihm vor, bei der Modernisierung des strategischen Arsenals der USA zu zögerlich zu sein. Die USA und Russland verfügen weltweit über die größten Bestände an Atomwaffen. Die internationale Gemeinschaft hat sich zuletzt allerdings eher besorgt über die Atomprogramme Nordkoreas und des Irans gezeigt.

Obama forderte Nordkoreas engsten Verbündeten China am Montag erneut auf, den Druck auf das kommunistische Land zu erhöhen, um eine weitere Verschärfung der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verhindern. Nordkorea hat zuletzt den Start einer Trägerrakete mit einem Satelliten angekündigt und damit Kritik ausgelöst. Die Regierungen in Seoul und Washington sehen den angekündigten Start als getarnten Raketentest, der gegen internationale Vereinbarungen verstößt.

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