March 20, 2017 / 3:20 PM / in 9 months

FBI-Chef - Keine Hinweise auf Spähangriffe gegen Trump

Washington (Reuters) - Das FBI hat nach eigenen Angaben keine Hinweise auf einen Spähangriff auf das Hauptquartier von Donald Trump während des Wahlkampfs.

FBI Director James Comey testifies before the House Intelligence Committee hearing into alleged Russian meddling in the 2016 U.S. election, on Capitol Hill in Washington, U.S., March 20, 2017. REUTERS/Joshua Roberts

Der Chef der Bundespolizei, James Comey, erklärte am Montag vor einem Kongressausschuss, er “verfüge über keinerlei Informationen”, die entsprechende Vorwürfe des Präsidenten stützen würden. Das Justizministerium habe ihn zudem gebeten, dieselbe Botschaft zu überbringen: “Das Ministerium verfügt über keine Informationen, die diese Tweets untermauern.” Comey bestätigte zudem vor den Abgeordneten, dass das FBI wegen einer mutmaßlichen Einflussnahme Russlands auf die Präsidentenwahl ermittle. Einzelheiten nannte er nicht.

Trump hatte Anfang März seinem Vorgänger Barack Obama vorgeworfen, seine Telefone im Trump Tower in New York während der heißen Phase des Wahlkampfes angezapft zu haben. Belege lieferte der Republikaner nicht. Ein Sprecher Obamas wies die Vorwürfe zurück. Bei der Anhörung am Montag sagte der republikanische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Devin Nunes, es sei klar, dass gegen Trump keine Wanze eingesetzt worden sei. “Aber es ist immer noch möglich, dass andere Überwachungsmethoden gegen Präsident Trump und seine Mitarbeiter benutzt wurden.”

FBI ERMITTELT WEGEN MÖGLICHER KOORDINATION MIT RUSSLAND

Comey berichtete zudem von einer Untersuchung, mit der geklärt werden soll, ob Trumps Wahlkampfteam und Russland “ihre Bemühungen koordiniert haben”. Bei derselben Anhörung sagte der Direktor des Geheimdienstes NSA, Mike Rogers, Hacker hätten während dieser Zeit Informationen von Computern der Demokraten gestohlen, jedoch nicht von den Republikanern. Beide Behördenchefs erklärten, ihre Dienste seien weiter davon überzeugt, dass Russland die Wahl zugunsten Trumps habe beeinflussen wollen.

Auch der Auslandsgeheimdienst CIA hat sich überzeugt gezeigt, dass Russland hinter einer Serie von Angriffen auf Computer der Demokraten vor der Wahl am 08. November steckt. Trump hat jegliche Verbindungen von Mitarbeitern seines Teams zum russischen Geheimdienst zurückgewiesen. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe ebenfalls zurückgewiesen. US-Justizminister Jeff Sessions hat sich aus diesen Ermittlungen zurückgezogen, nachdem bekanntwurde, dass der ehemalige Senator seine Kontakte vor dem Wahlkampf zu russischen Vertretern verschwiegen hatte.

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