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Ex-Wahlkampfmanager Trumps wegen Geldwäsche angeklagt
30. Oktober 2017 / 12:48 / in 22 Tagen

Ex-Wahlkampfmanager Trumps wegen Geldwäsche angeklagt

Washington (Reuters) - Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump ist in der Russlandaffäre wegen Geldwäsche und Verschwörung gegen die USA angeklagt worden.

Donald Trump's campaign manager Paul Manafort looks down from the wings of the stage as Trump celebrates below after his acceptance speech at the Republican National Convention in Cleveland, Ohio, U.S. July 21, 2016. REUTERS/Aaron P. Bernstein - HP1EC7M0EHY00

Paul Manafort würden auch Verstöße gegen Lobby- und Bankengesetze sowie die Abgabe falscher Finanzerklärungen vorgeworfen, teilte Sonderermittler Robert Mueller am Montag mit. Auch gegen Manaforts früheren Geschäftspartner Rick Gates wurde Anklage erhoben. Mueller untersucht, ob Mitglieder von Trumps damaligem Team in die Affäre um eine mutmaßliche Beeinflussung der Präsidentenwahl durch Russland verwickelt sind. Sowohl Trump als auch die russische Regierung haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

Manafort stellte sich am Morgen dem FBI in einer Außenstelle der Bundespolizei in der Hauptstadt Washington. Der Anklageschrift zufolge gibt es insgesamt zwölf Punkte, die eine Geschworenenjury gegen den 68-Jährigen vorbringt. Der Vorwurf der Geldwäsche könnte Manafort bis zu 20 Jahre hinter Gitter bringen. Ob die Anklage auch die Arbeit Manaforts im Wahlkampf betrifft, war zunächst unklar. In der Anklageschrift wird weder Trump noch der Wahlkampf erwähnt.

Manafort war zwischen Juni und August 2016 Trumps Wahlkampfmanager. Nach Berichten, er habe Millionen Dollar an illegalen Zuwendungen für seine Mitarbeit bei einer prorussischen Partei in der Ukraine erhalten, trat er zurück. Bereits im Juli wurde Manaforts Wohnung durchsucht.

TRUMP: “JAHRE HER”

“Sorry, aber das ist Jahre her und bevor sich Manafort am Trump-Wahlkampf beteiligte”, twitterte Trump. Stattdessen stelle sich die Frage, warum nicht die “korrupte Hillary” und die Demokraten im Blickpunkt stünden, kritisierte der Präsident mit Blick auf seine damalige Konkurrentin Clinton und deren Partei. Die Vorwürfe hätten nichts mit ihm zu tun. Trump hat immer bestritten, dass sein Wahlkampfteam mit Russland zusammengearbeitet habe und die Ermittlungen als Hexenjagd bezeichnet. Im Zusammenhang mit den Nachforschungen hatte er FBI-Chef James Comey entlassen.

US-Geheimdienste waren in einem im Januar veröffentlichten Bericht zu dem Schluss gekommen, der russische Präsident Wladimir Putin habe eine Beeinflussung des US-Wahlkampfs zugunsten Trumps und gegen Clinton angeordnet. So sollen Hacker peinliche E-Mails ausgespäht und veröffentlicht haben. Zudem soll im Auftrag Russlands Anti-Clinton-Propaganda in Sozialen Netzwerken verbreitet worden sein.

Mueller zufolge muss sich auch der frühere Trump-Berater George Papadopoulos auf einen Prozess einstellen. Er habe zugegeben, FBI-Ermittler belogen zu haben. Er soll bei den Untersuchungen zur Russland-Affäre falsche Angaben gemacht haben.

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