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Facebook will wegen Russland-Affäre Anzeigen strenger prüfen
3. Oktober 2017 / 08:28 / vor 20 Tagen

Facebook will wegen Russland-Affäre Anzeigen strenger prüfen

New York (Reuters) - Angesichts der mutmaßlichen Beeinflussung der US-Präsidentenwahl durch Russland soll Facebook-Werbung genauer unter die Lupe genommen werden.

A 3D model of the Facebook logo is seen in front of a Russian flag in this photo illustration taken in Zenica, Bosnia and Herzegovina, May 22, 2015. Russia's media watchdog has written to Google, Twitter and Facebook warning them against violating Russian Internet laws and a spokesman said on Thursday they risk being blocked if they do not comply with the rules. Roskomnadzor said it had sent letters this week to the three U.S.-based Internet firms asking them to comply with Internet laws which critics of President Vladimir Putin have decried as censorship. REUTERS/Dado Ruvic

Im kommenden Jahr würden weitere 1000 Mitarbeiter eingestellt, um Anzeigen in dem weltgrößten sozialen Netz zu prüfen und sicherzustellen, dass die Geschäftsbedingungen eingehalten würden, erklärte Facebook am Montag. Demnach soll auch stärker in Software investiert werden, um Anzeigen automatisch zu entfernen. Die Prüfung von Anzeigen betreffe nicht nur den Inhalt, sondern auch den Kontext und die gewünschte Zielgruppe.

Facebook hatte im September erklärt, dass in den Monaten vor und nach der Wahl 2016 etwa 3000 Anzeigen mit polarisierenden Inhalten geschaltet worden seien. Die Auftraggeber säßen vermutlich in Russland. Seitdem werden in den USA Forderungen laut, Firmen wie Facebook strenger zu regulieren. Konzernchef Mark Zuckerberg hat versprochen, stärker gegen einen Missbrauch durch Regierungen vorzugehen. Das Unternehmen hat sich mit fünf Millionen zahlenden Anzeigenkunden bisher allerdings schwergetan, die eigenen Regeln umzusetzen.

Nach Einschätzung der US-Geheimdienste beeinflusste die russische Regierung die Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr. Die Regierung in Moskau hat dies stets zurückgewiesen. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, es habe keine Kooperation zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland gegeben.

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