February 15, 2018 / 6:01 AM / 8 days ago

Ex-Schüler erschießt 17 Menschen an High School in Florida

Parkland (Reuters) - Bei einem erneuten Amoklauf an einer US-Schule hat ein 19-Jähriger im Bundesstaat Florida 17 Menschen erschossen.

Der mit einem Sturmgewehr, Mengen an Munition, einer Gasmaske und Nebelkerzen ausgerüstete Täter habe am Mittwoch kurz vor Unterrichtsschluss an seiner ehemaligen High School in Parkland den Feueralarm ausgelöst, berichtete Senator Bill Nelson auf CNN. Als Schüler und Lehrpersonal aus ihren Klassen strömten, habe er um sich geschossen. Laut dem örtlichen Sheriff ließ sich der Täter anschließend widerstandslos festnehmen. Mit 17 Toten kamen dabei am Valentinstag noch mehr Menschen ums Leben als bei dem Massaker an der Columbine High School in Colorado 1999, die als Inbegriff der in den USA immer wieder vorkommenden Schul-Amokläufe gilt. Damals töteten zwei Teenager zwölf Schüler und einen Lehrer, bevor sie sich das Leben nahmen.

Bei den Todesopfern in Florida handelt es sich den Behörden zufolge sowohl um Jugendliche als auch um Erwachsene. Demnach wurden mehr als 13 weitere Menschen verletzt, fünf von ihnen schwer. Der Vorfall ereignete sich in der gut 70 Kilometer nördlich von Miami gelegenen Gemeinde Parkland. Laut Sheriff Scott Israel war der Täter erst kürzlich aus disziplinarischen Gründen von der High School verwiesen worden. Dort habe er an einem Ausbildungsprogramm des US-Militärs teilgenommen, sagte ein Ex-Schüler. Der Täter habe manchmal wirr über Waffen gesprochen, aber niemand habe ihn ernst genommen.

Präsident Donald Trump kondolierte den Familien der Opfer auf Twitter. Dort schrieb er zudem: “Kein Kind, kein Lehrer und niemand anders sollte sich jemals in einer amerikanischen Schule unsicher fühlen müssen.” Trumps Vorgänger Barack Obama hatte sich für eine Verschärfung der Waffengesetze starkgemacht. Die Debatte darüber wird in den USA immer wieder durch Amokläufe auch an Schulen angefacht. Mehr Menschen als nun in Florida starben bei solchen Massakern bisher nur an einer Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut, wo 2012 20 Erstklässler und sechs Mitglieder des Lehrpersonals ums Leben kamen.

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