September 16, 2018 / 2:16 PM / 7 days ago

"Florence" und Super-Taifun "Mangkhut" wüten in USA und China

- von Anna Mehler Paperny und James Pomfret und Enrico Dela Cruz

Waves crash beside Hung Hom Promenade and Hung Hom Ferry Pier during Typhoon Mangkhut in Hong Kong, China September 16, 2018 in this still image obtained from a social media video. INSTAGRAM/ @pcmarriott / YOUTUBE/pcmarriotthk/via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT NO RESALES. NO ARCHIVES

Wilson/Hongkong/Manila (Reuters) - Auf seinem Weg über den Südosten der USA hat der Sturm “Florence” an Kraft, nicht aber an Schrecken eingebüßt.

Vielmehr warnten die Behörden am Sonntag, dass weiter massive Regenfälle und Überschwemmungen die Katastrophenregionen in den beiden Bundesstaaten North und South Carolina bedrohten. Das Hochwasser mancher Flüsse könnte noch tagelang steigen. Infolge von “Florence” starben mindestens acht Menschen. In Asien wütete unterdessen der Super-Taifun “Mangkhut”. Auf den Philippinen kamen mindestens 29 Menschen ums Leben. Am Sonntag erreichte er China, ließ in Hongkong Hochhäuser wanken und den Flugverkehr erlahmen.

“Es handelt sich immer noch um einen katastrophalen, lebensbedrohlichen Sturm”, warnte Zack Taylor, Meteorologe beim Nationalen Wetterdienst der USA. “Florence” hatte am Freitag mit Hurrikan-Stärke die US-Küste erreicht. Auf seinem Weg ins Landesinnere wurde er zwei Tage später zu einem tropischen Tief heruntergestuft. Er brachte aber immer noch enorme Wassermassen mit sich. “Florence” lasse “epische Mengen Regen” niedergehen, sagte der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper.

Die Behörden warnten die Bevölkerung eindringlich, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt sei: Es drohten Tornados, Erdrutsche und Überflutungen. Anschwellende Flüsse könnten Brücken zum Einsturz bringen und Dämme zerbersten lassen. Möglicherweise seien die Höchststände erst in Tagen erreicht. Fast 800.000 Haushalte und Unternehmen waren ohne Strom. In North Carolina mussten rund 50 vom Wasser eingeschlossene Menschen mit Hubschraubern gerettet werden.

BÜRGERMEISTER: WER BLEIBT, WIRD WAHRSCHEINLICH STERBEN

In der Stadt Fayetteville forderten die Behörden die Bewohner am Zusammenfluss zweier Flüsse dringend auf, ihre Häuser zu verlassen. Wer sich dem widersetze, solle seine Angehörigen informieren, denn er werde sehr wahrscheinlich nicht überleben, sagte Bürgermeister Mitch Colvin. “Das Schlimmste steht uns noch bevor.” In der kommenden Woche will sich Präsident Donald Trump ein Bild vom Katastrophengebiet machen. Auf Twitter sprach er den Menschen dort sein Mitgefühl aus. Laut Präsidialamt sagte er betroffenen Bezirken Bundeshilfen zu.

STÄRKER ALS “FLORENCE” - “MANGKHUT” FEGT NACHT CHINA

Deutlich stärker als “Florence” ist der Taifun, der am Wochenende Südostasien in Atem hielt. “Mangkhut” erreichte über dem Pazifik eine Stärke, die im Atlantik der höchsten Hurrikan-Stufe entspricht. Auf den Philippinen kamen die meisten Menschen in bergigen Regionen bei Erdrutschen ums Leben. Dem Katastrophenschutz zufolge brach in mehreren Fällen die Erde weg, als die Menschen gerade wieder in ihre Häuser zurückkehrten. Unter den Toten waren auch ein Baby und ein Kleinkind. Mindestens 13 weitere Menschen wurden noch vermisst.

Das Auge des Taifuns zog zwar an Hongkong vorbei, doch in der Großstadt schwankten Hochhäuser, Fensterscheiben zerbarsten und Bäume wurden entwurzelt. Hochwasser überflutete Straßen und Plätze. Hongkong ist ein wichtiges Drehkreuz für den Luftverkehr der Region. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen mussten ihre Reisepläne ändern oder aufgeben.

In Chinas Wirtschaftsmetropole Shenzhen wurde der Flughafen vorerst geschlossen. Mehr als 130.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Ölraffinerien und Fabriken stellten den Betrieb ein. China brachte laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua Tausende Arbeiter von Ölplattformen in Sicherheit und rief Schiffe in die Häfen zurück. In Macau, dem weltgrößten Glücksspiel-Zentrum, blieben die Casinos geschlossen. Die chinesische Armee wurde in Bereitschaft versetzt.

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