February 28, 2019 / 9:14 AM / 3 months ago

Trump kritisiert Aussage seines Ex-Anwalts - "Er hat viel gelogen"

Former Trump personal attorney Michael Cohen reacts emotionally to the concluding statement of committee Chairman Rep Elijah Cummings (D-MD) at the conclusion of Cohen's testimony at a House Committee on Oversight and Reform hearing on Capitol Hill in Washington, U.S., February 27, 2019. REUTERS/Jonathan Ernst TPX IMAGES OF THE DAY

Hanoi/Washington (Reuters) - Donald Trump hat seinen Ex-Anwalt Michael Cohen nach dessen schweren Vorwürfen gegen den US-Präsidenten der Lüge bezichtigt.

Cohens Anhörung vor dem Repräsentantenhaus sei beschämend gewesen. “Er hat viel gelogen”, sagte Trump am Donnerstag in Hanoi auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Allerdings habe Cohen an einer Stelle die Wahrheit gesagt, nämlich dass es keine geheimen Absprachen des Trump-Teams mit Russland im US-Präsidentenwahlkampf 2016 gegeben habe.

Cohen hatte Trump am Mittwoch einen Rassisten, Betrüger und Schwindler genannt. Trump habe trotz gegenteiliger Beteuerungen während des Wahlkampfes Immobiliengeschäfte in Russland ausgelotet. Zudem habe Trump ihn angewiesen, Schweigegeld an die Porno-Schauspielerin Stormy Daniels zu zahlen, um eine Affäre mit ihr zu vertuschen. Auch habe er vorab von gehackten Mails gewusst, die seine Rivalin Hillary Clinton belasteten.

Cohen war über ein Jahrzehnt lang einer der engsten Vertrauten Trumps. Er ist wegen Steuer- und Bankenbetrugs sowie Verstoßes gegen Wahlkampffinanzierungsregeln zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt, die er im Mai antreten soll. Die Anschuldigungen fallen in eine für Trump heikle Phase. Der Sonderermittler Robert Mueller steht Medienberichten zufolge kurz davor, seine Arbeit abzuschließen. Er untersucht, ob es vor der Wahl 2016 Absprachen zwischen Russland und Trumps Team gegeben hat. Trump wie auch die Regierung in Moskau haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

Cohen wird auch an diesem Donnerstag im Kongress befragt, allerdings dieses Mal im Geheimdienstausschuss hinter verschlossenen Türen. Der Vorsitzende des Gremiums, der Demokrat Adam Schiff, twitterte im Vorfeld, er werde unter anderem bei Trumps Immobilienplänen in Moskau und Cohens Falschaussagen in der Vergangenheit nachbohren. Am Mittwoch hatte Cohen gesagt, er habe keine direkten Beweise für eine Verschwörung Trumps mit Russland, aber einen entsprechenden Verdacht.

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