May 3, 2018 / 5:13 AM / 21 days ago

Trump räumt Zahlungen an Pornodarstellerin ein

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat zum ersten Mal Zahlungen seines Anwalts an die Pornodarstellerin Stormy Daniels im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Affäre eingeräumt.

FILE PHOTO: A combination photo shows Adult film actress Stephanie Clifford, also known as Stormy Daniels speaking in New York City, and U.S. President Donald Trump speaking in Washington, Michigan, U.S. on April 16, 2018 and April 28, 2018 respectively. . REUTERS/Brendan Mcdermid (L) REUTERS/Joshua Roberts (R)/File Photos

“Geld aus der (Wahl-)Kampagne, oder Beiträge für die Kampagne, haben in dieser Transaktion keine Rolle gespielt”, schrieb Trump am Donnerstag in einer Reihe von Botschaften auf seinem Twitter-Profil. Er ließ offen, ob er zum damaligen Zeitpunkt gewusst hat, dass sein Anwalt Michael Cohen im Oktober 2016 an Daniels 130.000 Dollar gezahlt hat. Er bestritt zudem weiter, Sex mit Daniels gehabt zu haben.

Trump erklärte, die Summe sei an Cohen zurückerstattet worden. Dieser habe das Geld an Daniels für die Vereinbarung gezahlt, dass die Schauspielerin nicht mehr öffentlich über die mutmaßliche Affäre im Jahr 2006 spricht. Daniels fechtet die Vereinbarung mit Cohen derzeit vor Gericht an und hat Trump zudem wegen Verleumdung verklagt. Dieser hatte Anfang April an Bord der Präsidentenmaschine “Air Force One” vor Journalisten erklärt, er habe von der Zahlung an Daniels nichts gewusst. Auf die Frage, ob er wisse, woher das Geld für Daniels kam, antwortete er: “Nein, das weiß ich nicht.” Der Anwalt von Daniels, Michael Avenatti, sagte dem Sender MSNBC, Trump habe sich selbst mit seinen neuen Tweets womöglich einer weiteren Klage wegen Verleumdung ausgesetzt.

Trump äußerte sich am Donnerstag, nachdem sein Anwalt, der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, erklärt hatte, Trump habe von der Zahlung Cohens gewusst. “Soweit ich weiß, kannte er nicht die Einzelheiten, aber generell wusste er, wie Michael solche Dinge klärt”, sagte Giuliani in einem Interview des Senders Fox News. Trump habe aber bis vor ungefähr zehn Tagen die Details der Vereinbarung nicht gekannt, die zum Schutz der Familie von Trump geschlossen worden sei.

Giuliani ist ein langjähriger Freund des Präsidenten und seit April einer seiner Rechtsberater. Wie Trump sagte auch er, der Präsident habe nicht gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen, weil das Geld nicht aus Wahlkampftöpfen gekommen sei. Cohen zahlte Daniels das Schweigegeld kurz vor der Präsidentenwahl 2016. Er hatte erklärt, die Summe aus eigenen Mitteln gezahlt und nicht erstattet bekommen zu haben.

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