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Weltnachrichten

Trump - Flugzeug "voller Gangster" wollte Parteitag schaden

U.S. President Donald Trump responds to questions from members of the news media during a news conference at the White House in Washington, U.S., August 31, 2020. REUTERS/Leah Millis

Washington (Reuters) - Kurz vor seinem umstrittenen Besuch in der Stadt Kenosha sorgt US-Präsident Donald Trump mit Mutmaßungen über eine angeblich geplante Aktion gegen den kürzlich abgehaltenen Nominierungsparteitag der Republikaner für Aufsehen.

Ein Flugzeug sei “vollkommen beladen” gewesen “mit Gangstern, die diese dunklen Uniformen trugen, schwarze Uniformen mit Ausrüstung und dies und das”, sagte Trump in einem in der Nacht zu Dienstag ausgestrahlten Interview des Senders “Fox News”. “Viele Leute” seien in dem Flugzeug gewesen, “um großen Schaden anzurichten”. Sehr viel konkreter wurde Trump nicht. Auch lieferte er keine Belege für seien Behauptungen. Auf die Frage, wo sich das angebliche Ereignis abgespielt habe, lehnte er eine Antwort ab mit Verweis darauf, dass eine Untersuchung laufe.

Welche Regierungsbehörden ermittelten oder um welche Art von “Ausrüstung” es sich handelte, sagte Trump ebenfalls nicht. Die Bundesluftfahrtbehörde FAA verwies Nachfragen an das Weiße Haus, das zunächst nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme reagierte. Auch das Heimatschutzministerium äußerte sich zunächst nicht.

Trump war auf dem Parteitag vergangene Woche offiziell als Kandidat der Republikaner für die Präsidentenwahl im November aufgestellt worden. Der Konvent erstreckte sich über vier Tage. Während der eigentliche Austragungsort in Charlotte im Bundesstaat North Carolina lag, wurden Redner auch von anderen Schauplätzen zugeschaltet. Seine zentrale Rede hielt Trump etwa im Garten des Weißen Hauses in Washington. Deutlich wurde dabei, dass er sich als Verfechter von Recht und Ordnung und bedingungsloser Unterstützer der Polizei den Wählern empfehlen und das Thema verstärkt ins Zentrum des Wahlkampfs rücken will. Dazu verweist er vor allem auf die Ausschreitungen, zu denen es wiederholt am Rande von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt kam und für die er Linksextremisten und die Demokraten verantwortlich macht.

Zum jüngsten Brennpunkt der Debatte wurde Kenosha im Bundesstaat Wisconsin. Dort hatte ein weißer Polizist dem schwarzen Familienvater Jacob Blake mehrfach in den Rücken geschossen und ihn schwer verletzt. In der Folge kam es tagelang zu Protesten. Zwei Demonstranten wurden erschossen. Trump verteidigte den mutmaßlichen Täter. Der 17-Jährige habe sich wohl nur selbstverteidigt. Der Präsident will die Stadt am Dienstag besuchen, obwohl der demokratische Gouverneur von Wisconsin und der Bürgermeister von Kenosha sich offen dagegen ausgesprochen haben. Sie befürchten, dass Trumps Gegenwart die Lage nur noch zusätzlich aufheizen könnte.

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