July 23, 2020 / 5:23 AM / 12 days ago

Trump drängt weiterhin auf Schulöffnungen - Entscheidung liegt bei Gouverneuren

Social distancing dividers for students are seen in a classroom at St. Benedict School, amid the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19), in Montebello, near Los Angeles, California, U.S., July 14, 2020. REUTERS/Lucy Nicholson

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump drängt trotz steigender Coronavirus-Fälle und entgegen heftiger Kritik einiger Bundesstaaten weiterhin auf Schulöffnungen.

Er hoffe, dass der Unterricht zu “100 Prozent” wieder aufgenommen werde und er fühle sich wohl damit, seinen Sohn Barron und seine Enkelkinder wieder zur Schule zu schicken, teilte er auf einer Pressekonferenz am Mittwoch im Weißen Haus mit. Kinder hätten ein starkes Immunsystem und würden das Virus nicht an Eltern oder ältere Verwandte übertragen. “Sie kriegen es nicht leicht, sie bringen es nicht leicht nach Hause”, sagte er. Die Entscheidung über die Wiedereröffnung der Schulen liege aber letztendlich bei den Gouverneuren. Zuvor hatte Trump wiederholt gedroht, Bundesmittel zurückzuhalten, wenn der Schulbetrieb nicht wieder aufgenommen werde.

Trumps Drängen auf eine Wiedereröffnung steht in der Kritik, da die USA mit steigenden Infektionszahlen zu kämpfen haben - auch in Staaten wie Florida und Texas, die für seine Wiederwahl im November von entscheidender Bedeutung sind. Beide Bundesstaaten verzeichneten in den vergangenen 24 Stunden einen Anstieg der Coronavirus-Fälle von jeweils knapp 10.000 Neuinfektionen, ein Rekordwert für Texas. Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, hatte zuvor erklärt, dass Eltern die Möglichkeit haben sollten, ihre Kinder zur Schule zu schicken, und dass die Schulleiter die Entscheidung treffen sollten, ob das neue Schuljahr mit Präsenz- oder Online-Unterricht beginnen soll. Auch sollte Lehrer, die einem höheren Risiko ausgesetzt seien oder sich mit persönlichem Unterricht unwohl fühlen würden, die Entscheidungsfreiheit gegeben werden, von zu Hause aus zu unterrichten.

Trump nannte Bürgerrechtsdemonstrationen im ganzen Land nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Polizeigewahrsam als einen Grund für den Anstieg der Fälle. Der Präsident wurde wegen seiner Betonung von “Recht und Ordnung” als Reaktion auf die Proteste und die Entsendung von Bundesbeamten in mehrere Großstädte kritisiert. Eine zusätzliche Beamtenpräsenz könnte die Spannungen in vielen Städte erhöhen. Vor der Präsidenten- und Kongresswahl am 3. November hat Trump Recht und Ordnung zu einem zentralen Thema gemacht.

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