March 23, 2018 / 6:17 AM / 6 months ago

Trump macht außenpolitischen Hardliner zum Sicherheitsberater

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump dreht erneut das Personalkarussell und macht den außenpolitischen Hardliner John Bolton zu seinem Nationalen Sicherheitsberater.

State Department workers applaud outgoing U.S. Secretary of State Rex Tillerson as he walks out the front door of the State Department in Washington, U.S., March 22, 2018. REUTERS/Kevin Lamarque TPX IMAGES OF THE DAY

Eineinhalb Wochen nach dem Rauswurf von Außenminister Rex Tillerson erklärte Trump am Donnerstag, der frühere US-Botschafter bei den Vereinten Nationen werde den Posten von Amtsinhaber H.R. McMaster am 9. April übernehmen. Bolton vertritt eine harte Linie gegen Russland und hat sich für ein militärisches Vorgehen gegen den Iran und Nordkorea ausgesprochen. In der Regierung von Präsident George W. Bush war er einer der profiliertesten Befürworter der US-Invasion im Irak.

Trump dankte auf Twitter McMaster für eine herausragende Arbeit. Er werde immer sein Freund bleiben. Das Präsidialamt erklärte, Trump und McMaster hätten sich auf die Entlassung im “gegenseitigen Einvernehmen” verständigt. McMaster selbst erklärte, er wolle sich auch seine Militärkarriere beenden. Der 55-jährige Generalleutnant des Heeres wurde im vergangenen Jahr Nachfolger des von Skandalen geplagten Sicherheitsberaters Michael Flynn. Die Entlassung McMasters war bereits seit einiger Zeit erwartet worden.

Manche Außenpolitikexperten befürchten, dass der 69-jährige Bolton in seinem neuen Amt versuchen könnte, eher seine eigenen Interessen als die von Trump zu verfolgen. Der Ex-Diplomat befürworte schon länger einen Präventivschlag gegen Nordkorea, sagte Abraham Denmark, der unter Präsident Barack Obama als Verteidigungsstaatssekretär arbeitete. “Die Ernennung zum Nationalen Sicherheitsberater ist ein deutlicher Hinweis, dass sich Präsident Trump diese Optionen offenhält.” Zudem erwartet der Ostasienexperte einen verschärften Kurs gegen China. “Ein Handelskrieg könnte nur der Beginn eines größeren geopolitischen Wettbewerbes sein.”

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