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Trump verbreitet über Twitter Videos von islamfeindlicher Gruppe
November 29, 2017 / 3:48 PM / 18 days ago

Trump verbreitet über Twitter Videos von islamfeindlicher Gruppe

Washington/London (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch auf Twitter drei Videos weiterverbreitet, die von einer islamfeindlichen britischen Gruppe ins Internet gestellt wurden.

U.S. President Donald Trump, surrounded by empty chairs marked for U.S. Senate Minority Leader Chuck Schumer (D-NY) and House Minority Leader Nancy Pelosi (D-CA), who chose not to meet with Trump, Senate Majority Leader Mitch McConnell (R-KY) and House Speaker Paul Ryan (R-WI), speaks with reporters at the White House in Washington, U.S. November 28, 2017. REUTERS/Jonathan Ernst

Bei den sogenannten Retweets handelte es sich um Aufnahmen, die von Jayda Fransen, Vizechefin der Gruppe Britain First, auf dem Kurznachrichtendienst verbreitet wurden. Ihrer Darstellung zufolge ist zu sehen, wie ein Teenager zu Tode geprügelt, ein Junge auf Gehhilfen geschlagen und eine christliche Statue zerstört wird. Alle drei Taten sollen ihr zufolge von Muslimen begangen worden sein. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Echtheit der Videos nicht überprüfen. Fransen erklärte, sie stammten aus verschiedenen Stellen im Internet.

Die britische Opposition forderte die Regierung in London umgehend auf, Trumps Retweets zu verurteilen. Diese seien “abscheulich, gefährlich und eine Gefahr für unsere Gesellschaft”, schrieb Labour-Chef Jeremy Corbyn selbst auf Twitter. Eine Stellungnahme der britischen Regierung lag zunächst nicht vor. Trump hatte sich im Wahlkampf für ein Einreiseverbot für Muslime in die USA ausgesprochen. Als Präsident hat er mehrere Anläufe unternommen, die Einreisevorschriften zu verschärfen, ist dabei jedoch von Gerichten gebremst worden.

Fransen sagte der Nachrichtenagentur Reuters über die Weiterverbreitung ihrer Tweets durch den US-Präsidenten: “Ich bin hocherfreut.” Sie war vor einigen Tagen zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie eine muslimische Frau in einem Hidschab religiös beleidigt hatte. Britain First bezeichnet sich selbst als Loyalistenbewegung, die sich gegen Masseneinwanderung und radikale Islamisten stellt. Sie fordert ein umfassendes Verbot des Islams in Großbritannien. Kritiker bezeichnen sie als rassistisch.

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