for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Wirtschaftsnachrichten

Infektion von Top-Republikanern droht US-Hilfspaket zu verzögern

General view of the U.S. Capitol early in the morning amid concerns after U.S. President Donald Trump announced that he and U.S. first lady Melania Trump have both tested positive for the coronavirus disease (COVID-19), in Washington, D.C., U.S. October 2, 2020. REUTERS/Ken Cedeno

Washington (Reuters) - Die Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump und drei republikanischen Senatoren droht die Verabschiedung neuer Hilfen für die von der Pandemie gebeutelte Wirtschaft zu verzögern.

Der Mehrheitsführer im Senat, der Republikaner Mitch McConnell, kündigte eine Tagungspause bis zum 19. Oktober an. Die Präsidentin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, und Finanzminister Steven Mnuchin hatten in der vergangenen Woche täglich über ein neues parteiübergreifendes Hilfspaket verhandelt. “Wir machen Fortschritte”, sagte Pelosi noch am Sonntag in der NBC-Sendung “Face the Nation”.

Die Demokraten haben vorgeschlagen, rund 2,2 Billionen Dollar auszugeben. Die Trump-Regierung hat dies als “unseriös” bezeichnet, aber ihr Angebot zuletzt auf fast 1,6 Billionen Dollar erhöht. Vorgesehen ist unter anderem eine wöchentliche Arbeitslosenunterstützung von 400 Dollar. Die Demokraten wollen 600 Dollar pro Woche durchsetzen.

In der Pandemie wurden 7,4 Millionen Amerikaner mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 209.000 Menschen starben. Millionen wurden arbeitslos. Der Kongress und das Weiße Haus haben Anfang dieses Jahres Hilfsmaßnahmen von mehr als drei Billionen Dollar genehmigt. Allerdings wurden seit März keine neuen Programme verabschiedet. Mnuchin wie auch Kongressabgeordnete beider Parteien erklärten, dass weitere Anreize erforderlich seien.

Untermauert wird dies vor allem durch den unerwartet schwach ausgefallenen Arbeitsmarktbericht der Regierung für den gerade beendeten September. Statt der erwarteten 850.000 Stellen wurden nur 661.000 Jobs geschaffen. In der Krise gingen mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur gut die Hälfte zurückgewonnen wurden.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up