November 5, 2008 / 4:51 AM / 10 years ago

Obama wird erster schwarzer US-Präsident

U.S. President-elect Senator Barack Obama (D-IL) (L) and Vice President-elect Senator Joe Biden (D-DE) wave to supporters after speaking at his election night rally after being declared the winner of the 2008 U.S. Presidential Campaign in Chicago November 4, 2008. REUTERS/Jim Bourg

Washington (Reuters) - Der Demokrat Barack Obama wird der erste schwarze Präsident der USA.

Nach Hochrechnungen setzte sich der 47-jährige Senator aus Illinois bei der Wahl am Dienstag deutlich gegen den Republikaner John McCain durch. McCain gratulierte seinem Kontrahenten zu dem historischen Wahlsieg mit den Worten: “Das amerikanische Volk hat gesprochen.” Der Nachfolger von Amtsinhaber George W. Bush wird am 20. Januar als 44. Präsident der USA vereidigt.

Auch Bush gratulierte dem Demokraten nach Angaben des Präsidialamtes: “Sie sind im Begriff, eine der größten Reisen des Lebens anzutreten. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß.”

Obama konnte bei der Wahl die umkämpften Staaten Florida, Ohio, Pennsylvania und Virginia jeweils knapp für sich entscheiden. Zudem gewann er nach ersten Projektionen von TV-Sendern auch Kalifornien, wo allein 55 Wahlmänner zu vergeben waren. Damit kam Obama bis zum frühen Mittwochmorgen auf 302 Wahlmänner. Für den Sieg sind 270 der 538 Wahlmänner erforderlich.

Der neue Präsident wird ernormen Herausforderungen im In- und Ausland gegenüberstehen. Die Hypotheken- und Finanzkrise gefährden nicht nur Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum, sondern haben das Vertrauen in die Märkte erschüttert. Zwar hat sich die militärische Lage im Irak stabilisiert. Dafür herrscht in Afghanistan die schwerste Gewalt seit Beginn des Kriegs. Auch bei der Gesundheits- und Energiepolitik wird vom Staatschef ein Umbruch erwartet.

Bei den Senatswahlen haben die Demokraten nach Angaben aus Parteikreisen voraussichtlich die 60-Prozent-Hürde knapp verfehlt. In den ranghohen Kreisen in Washington hieß es, wahrscheinlich werde die Partei den Republikanern sechs oder sieben Sitze abjagen können, nicht aber die erhofften neun, um auf insgesamt 60 der 100 Mandate zu kommen. In diesem Fall wäre den Republikanern die Möglichkeit versperrt, Gesetze in der Kammer durch ein sogenanntes Filibuster zu verhindern.

Im US-Repräsentantenhaus konnten die Demokraten laut TV-Projektionen zumindest ihre Mehrheit verteidigen. Wie der Sender CBS auf seiner Internet-Seite berichtete, gewannen die Demokraten mindestens 218 Sitze. In der laufenden Legislaturperiode stellt die Partei 235 Mandate, die Republikaner kommen auf 199 der 435 Sitze.

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