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Weltnachrichten

Biden kommt Sieg bei US-Wahl näher - Trump spricht von Betrug

Democratic U.S. presidential nominee Joe Biden is accompanied by vice presidential nominee Kamala Harris as he makes a statement on the 2020 U.S. presidential election results during a brief appearance before reporters in Wilmington, Delaware, U.S., November 5, 2020. REUTERS/Kevin Lamarque

Washington (Reuters) - Im Kopf-an-Kopf-Rennen bei der US-Präsidentschaftswahl ist der demokratische Kandidat Joe Biden einem Sieg näher gekommen.

In dem besonders wichtigen Bundesstaat Pennsylvania (20 Wahlleute) machte er in der Nacht auf Freitag deutlich Boden auf den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump gut. In Georgia (16 WL) zog Biden dem Datenanbieter Edison Research zufolge sogar faktisch mit Trump gleich. Dieser rückte seinerseits in Arizona (elf WL) näher an Biden heran. Weiterhin wagte kein Datenanbieter und Sender, einen Sieger vorherzusagen. Den meisten Zählungen zufolge hatte Biden 253 Wahlleute sicher und Trump 214. Benötigt für einen Sieg werden 270.

In einer Rede am späten Abend beklagte Trump erneut umfassenden Betrug, griff Wahlhelfer an und sprach von “Horrorgeschichten” über Verstöße speziell bei der Briefwahl. Belege dafür lieferte er dabei nicht. Die Wahlbeobachter der OSZE haben in den USA weder am Wahltag noch bei der Briefwahl Unregelmäßigkeiten festgestellt.[nL8N2HR40H] Trump hatte bereits vor der Abstimmung am Dienstag die Briefwahl als anfällig für Betrug verteufelt und auch damals keine Belege geliefert. Experten verwiesen darauf, dass Wähler der Demokraten häufiger per Post abstimmen als Anhänger von Trumps Republikanern. Da in den USA die Briefwahlstimmen in der Regel später gezählt werden, erklärt dies, warum Biden im Verlauf der Auszählung zugelegt hat.

Trump sprach in seiner Rede weiter von vielen Klagen, die es wohl im Zusammenhang mit der Wahl geben werde. Möglicherweise werde das Oberste Gericht sich mit der Abstimmung befassen müssen. “Ich habe das Gefühl, dass am Ende Richter werden entscheiden müssen”, sagte er. Tatsächlich hat sein Wahlkampfteam Klagen in Georgia, Michigan, Nevada und Pennsylvania angestrengt. In den ersten beiden Staaten wiesen Richter sie allerdings umgehend ab. Experten gingen davon aus, dass auch die anderen Klagen keine großen Auswirkungen auf den Ausgang der Wahl haben dürften. Biden rief seinerseits am Donnerstag in einer kurzen Anspruch zu Geduld auf und dazu, Ruhe zu bewahren. “Die Demokratie ist manchmal unordentlich”, sagte er.

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