August 28, 2019 / 6:38 AM / 3 months ago

US-Demokraten sehen Bauern-Frust über Trump als Wahl-Chance

FILE PHOTO: U.S. President Donald Trump returns after travelling to the AMVETS convention in Kentucky, at the South Lawn of the White House in Washington, U.S. August 21, 2019. REUTERS/Tasos Katopodis/File Photo

- von Tim Reid und Joseph Ax

New York/Los Angeles (Reuters) - Die US-Demokraten versuchen den Ärger der amerikanischen Landwirte über die Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump zu einem Sturm auf eine seiner wichtigsten politischen Bastionen zu nutzen.

Es geht um den “Farm Belt”, also die ländlichen Bundesstaaten, deren Bürger bislang zu den treusten Wählern des Republikaners Trump gehören. Bewerber für die Präsidentschaft bei den Demokraten wie Joe Biden, Elizabeth Warren und Amy Klobuchar wurden in den vergangenen Wochen nicht müde, der Landbevölkerung zu erklären, wie sehr etwa der Handelskonflikt mit China ihren Interessen schadet. Im Gegenzug versprechen sie Subventionen sowie eine bessere Gesundheitsversorgung und besseren Internet-Zugang in den Regionen.

Die Demokraten haben einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge allerdings viel Arbeit vor sich. Die Erhebung in ländlichen Regionen vor einigen Tagen ergab, dass fünf von zehn Erwachsenen dort die Politik Trumps befürworten. Landesweit liegen seine Zustimmungswerte mit 41 Prozent deutlich niedriger. Der Kommunikationschef von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtaugh, erklärte, die US-Landwirte wüssten, was bei dem Streit mit China auf dem Spiel stehe. “Farmer sind Patrioten”, sagte er. “Sie wissen, dass die langfristigen Vorteile es für sie und diese Nation wert sein werden.” Trumps Regierung hatte im Juli ein Hilfspaket von 16 Milliarden Dollar für Bauern vorgestellt, auch um die Folgen des Konflikts abzufedern.

Allerdings warf der Präsident der National Farmers Union, Roger Johnson, Trump vor, “die Dinge schlimmer zu machen, nicht besser” und verwies dabei auch ausdrücklich auf den seit mehr als einem Jahr anhaltenden Handelskonflikt. Die Demokraten können darauf hinweisen, dass sie bei der Kongresswahl 2018 in mindestens 54 Wahldistrikten mit ländlicher Bevölkerung zulegen konnten. Schließlich argumentieren Strategen der Demokraten, dass selbst ein paar Wechselwähler aus diesen Regionen eine große Wirkung bei der Präsidenten-Wahl im November 2020 entfalten könnten: Trump habe die drei Bundesstaaten Pennsylvania, Wisconsin und Michigan 2016 schließlich mit zusammengerechnet nur 77.000 Stimmen Vorsprung für sich entschieden.

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