February 4, 2020 / 6:06 AM / in 25 days

Chaotischer Start für Demokraten bei US-Vorwahlen

A citizenship candidate holds a flag during the U.S. Citizenship and Immigration Services (USCIS) naturalization ceremony at Rockefeller Plaza in New York City, U.S., September 17, 2019. REUTERS/Shannon Stapleton

Des Moines (Reuters) - Neun Monate vor der US-Präsidentschaftswahl sind die Demokraten mit einer chaotischen Vorwahl ins Rennen um das Weiße Haus gestartet.

Bei der Kandidaten-Nominierung im Bundesstaat Iowa, der ersten und damit richtungsweisenden Abstimmung, verzögerte sich die Bekanntgabe der Ergebnisse um Stunden. Bei der Überprüfung der Resultate mit mehreren Methoden habe es Unstimmigkeiten gegeben, erklärte eine Parteisprecherin. Die Verzögerung sorgte für Frust bei den Demokraten und für unverhohlenen Spott bei den Republikanern von Präsident Donald Trump. Dieser setzte sich bei der Vorwahl seiner Partei erwartungsgemäß mit überwältigender Mehrheit durch. Bei den Demokraten buhlen elf Kandidaten um die Nominierung.

Die Demokraten wollten ganz sichergehen, dass die Wahlergebnisse stimmten, sagte Mandy McClure von der Partei in Iowa in der Nacht auf Dienstag. Deshalb seien nicht nur technischen Systeme eingesetzt worden, sondern auch Fotos der Ergebnisse und schriftliche Unterlagen herangezogen worden. Dabei habe es Unstimmigkeiten gegeben, die noch überprüft werden müssten.

Trumps Wahlkampfmanager Brad Parscale sprach von einer “Kernschmelze der Demokraten”. Auf Twitter erklärte er: “Sie können nicht einmal die Vorwahl organisieren und sie wollen die Regierung führen. Nein, danke.”

Im Umfeld des demokratischen Kandidaten Pete Buttigieg hieß es, die Panne schmälere die Legitimität des Siegers, egal wer es sein werde. Sie dämpfe auch die Euphorie, die ein großer Wählerandrang zunächst ausgelöst habe. In den Umfragen liegen Bernie Sanders, Senator aus Vermont, und Ex-Vizepräsident Joe Biden vorn. Mit Abstand folgen die Senatorin von Massachusetts, Elizabeth Warren, und Buttigieg, Ex-Bürgermeister der Stadt South Bend in Indiana. Buttigieg und Biden gelten bei den Demokraten als moderat, Sanders und Warren als progressiv.

Einer Umfrage zufolge ist für die meisten Demokraten allerdings am wichtigsten, einen Kandidaten zu nominieren, der Chancen auf einen Sieg gegen Trump hat. Dieses Ziel äußerten 62 Prozent der Befragten, während 32 Prozent ihre Meinung im Programm des Kandidaten wiederfinden wollten.

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